Anonym im Web

» Von Jens Stark , 23.02.2015 11:38.

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4. Zwiebel und Knoblauch

Daneben gibt es spezielle Netzwerke, welche die Herkunft des Surfers und dessen Tour im Netz speziell verschleiern. Berühmtestes Beispiel eines solchen Anonymisiernetzes ist Tor, das ursprünglich vom US-amerikanischen Naval research Laboratory entwickelt wurde, um die Kommunikation von US-Regierungsstellen abzusichern. Die Daten werden bei Tor einerseits in mehreren Schichten verschlüsselt, weshalb das Verfahren mit dem Aufbau einer Zwiebel verglichen wird. Danach werden die Informationen über verschiedene Server geleitet, wobei pro Weiterleitungsschritt immer nur eine Schicht entschlüsselt wird. Die Server wissen somit jeweils nur, welcher Rechner zuletzt am Versand beteiligt war, nicht aber, wer ursprünglich das Datenpaket auf die Reise geschickt hat. Auch das Endziel wissen die beteiligten Server nicht.

Hier gibt es für Windows, Mac-OS und Linux auch einen extra Browser, den sogenannten Tor-Browser. Bei dem Surfbrett handelt es sich auf eine auf Tor spezialisierte Variante des bekannten Firefox, mit dem Unterschied, dass für das Ansurfen der aufgerufenen Webseite, das Tor-Netz verwendet wird.

Doch es geht noch sicherer, und zwar mit dem sogenannten Garlic-Routing. Das Knoblauch-Verfahren funktioniert im Grunde wie jenes nach dem Zwiebelschichten-Prinzips. Hinzu kommt noch eine End-zu-Ende-Verschlüsselung. Bestes Beispiel hierfür ist das Invisible Internet Project (I2P), das in einem geschlossenen P2P-Netz operiert, die Daten laufen somit nicht über öffentliche Server.

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