WLAN im Business: Geschäftskritisches Funken

In Firmen grassiert das Drahtlosfieber. Nicht nur Mitarbeiter und Besucher, auch geschäftskritische Abläufe setzen ein funktionierendes WLAN voraus. Was ist dabei zu beachten?

» Von Jens Stark , 02.03.2017 16:01.

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WLAN-Installationen in Unternehmen dienen schon lange nicht mehr der reinen Befriedigung des BYOD-Trends (Bring Your Own Device) der Mitarbeiter. Gäste und Kunden wollen sich ebenfalls jederzeit ins WLAN (Wireless Local Area Network) oder Wi-Fi einloggen können. «Ein flächendeckendes, funktionierendes Drahtlosnetz ist heutzu­tage nicht nur in Hotels oder öffentlichen Einrichtungen obligatorisch, sondern wird auch überall im Business-Umfeld vorausgesetzt», meint Martin Krebs, Director Product Management von Lancom Systems. Schon beim Betreten eines Unternehmens oder Geschäfts sucht der Kunde nach offenen, frei zugänglichen WLAN-Netzen und verbindet sich, um etwaige Wartezeiten zu überbrücken oder um einfach weiterzuarbeiten. «Ein funktionierendes Gastnetzwerk gehört zum guten Ton», folgert Krebs.

Ohne Funk ist Stille

Oft ist WLAN allein schon deshalb ein Muss, weil sich gewisse mobile Geräte neueren Datums gar nicht mehr über drahtgebundene Methoden mit dem Firmennetz und Internet verbinden können. Viele moderne Notebooks verfügen über keinen Ethernet-Anschluss mehr. Bei einem Ausfall des WLAN kommen die Mitarbeiter dann gar nicht mehr ins Netz. Ein funktionierendes Drahtlosnetz ist damit geschäftskritisch.

Ein WLAN gehört heute meist zur fixen Infrastruktur – und zwar nicht nur für Gäste, sondern für den Betrieb an sich. Denken Sie zum Beispiel an moderne Restaurants: Der Kellner zückt schon lange nicht mehr den Notizblock, um die Bestellung aufzunehmen, sondern greift zum drahtlosen Gerät, nimmt die Wünsche der Kundschaft entgegen und funkt die Order gleich an die Küche. Fällt das Wi-Fi aus, ist schlicht und ergreifend die Hölle los, weil zahlreiche Abläufe inzwischen davon abhängen. Das gilt zunehmend auch für diverse andere Branchen. Stefan Leemann, Consulting Systems Engineer für Wireless Technologien bei Cisco Schweiz, nennt als Beispiel Logistik- und Produktionsbetriebe in der Schweiz, die ihr Lager mit WLAN betreiben. «Die Hubwagen sind mit Tablets ausgerüstet, die auch für die Steuerung verantwortlich sind. Wenn das WLAN nicht funktioniert, steht die gesamte Logistik still», berichtet er.

Was müssen drahtlose Netze heute mitbringen, um geschäftskritischen Ansprüchen genügen zu können? Klar ist, dass ein WLAN-Router oder Access Point (AP), wie ihn viele Privatanwender zu Hause haben, nicht ausreicht. Diese unterstützen nämlich meist keine SSIDs (Service Set Identifier) und sind damit nicht in der Lage, für verschiedene Zwecke und Benutzergruppe eigene Netze zu erstellen. Denn jeder SSID lassen sich eigene Zugangs-Policies zuweisen. Das ist nicht nur für die Errichtung eines Gäste-WLAN von Bedeutung, das nur die Verbindung mit dem Web und nicht mit Ressourcen im Firmennetzwerk zulässt. Es ist auch ratsam, Geräte wie IP-Kameras und Sensoren fürs Internet der Dinge mit einer eigenen SSID zu betreiben. Sie bleiben so vom produktiven Netz getrennt und bieten weniger Angriffsfläche.

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