WLAN im Business: Geschäftskritisches Funken

» Von Jens Stark , 02.03.2017 16:01.

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Die zweite Welle

Mittlerweile ist die 802.11ac-Technik in einer zweiten Generation verfügbar, die gemeinhin als Wave 2 bezeichnet wird und den Durchsatz nochmals auf maximal 6,9 Gbit pro Sekunde erhöht. Diese Zahlen sind zwar wie immer theoretisch möglich, aber praktisch meist nicht zu erreichen. Immerhin stellt die zweite Welle sicher, dass die Branche das lange versprochene Gigabit-WLAN nun tatsächlich liefern kann.

Drei grundlegende Erweiterungen sorgen für noch mehr Beschleunigung: Erstens breitere Übertragungskanäle mit einer Kanalbreite von 160 MHz (Wave 1: 80 MHz), zweitens die Bündelung von bis zu acht Streams und damit die Unterstützung von Geräten mit bis zu acht Antennen und drittens der Einsatz von sogenanntem Multi-User-Mimo (Multiple Input Multiple Output; MU-Mimo). Letzteres dient vor allem der besseren Bedienung vieler einfacher Client-Geräte wie etwa Smartphones, die aus Platzgründen nur eine WLAN-Antenne besitzen. Verbinden sich diese Geräte mit einem AP, der zwar über drei oder vier Antennen verfügt, aber noch den Vorläufer Single-User-Mimo (SU-Mimo) verwendet, docken sie sich jeweils bei der ersten Antenne des Senders an. Die beiden anderen Antennen bleiben ungenutzt (vgl. Grafik). Sie lassen sich nur von Clients wie etwa Notebooks verwenden, die ihrerseits über mehr Funkvorrichtungen verfügen.

Mit MU-Mimo verbinden sich alle Clients mit allen verfügbaren Antennen. Das heisst, auch jedes Smartphone erhält seine «eigene» Antenne. Dies hat zum einen eine Verdrei­fachung der Bandbreite des Gesamtsystems zur Folge. Umgekehrt lassen sich dreimal mehr Clients unterstützen. Einen Haken hat MU-Mimo allerdings: Viele Endgeräte sind noch nicht soweit und unterstützen die Funktion noch nicht.

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