Warum Anrufen total uncool ist und mächtig nervt

» Von Axel Gloger, Tecchannel.de, 19.11.2014 15:19.

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In vielen Büros hat sich deshalb in letzter Zeit ein neues Verhalten durchgesetzt: Man will nicht mehr überraschend hereinplatzen, auch nicht fernmündlich. «Es wird weniger telefoniert als noch vor zehn Jahren», konstatiert Martin Eppler, Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen. Anrufe wie im genannten Beispiel zeigen: «Solche Unterbrechungen können ein grosser Produktivitätskiller sein.»

Keine-Zeit-Arbeitswelt

Die Keine-Zeit-Arbeitswelt ist deshalb längst auf schriftliche Verständigung gewechselt. Textbotschaften sind schnell, weitgehend frei von Emotionen, verbrauchen weniger Zeit und stören nicht, wenn sie ankommen. Elektronische Kanäle wie E-Mail sind in vielen Büros der Kontaktkanal Nummer eins, der Kollege hätte es wissen müssen.

Am deutlichsten erkennbar ist das bei den Führungskräften von morgen. Ihr Medium Nummer eins ist die elektronische Post. Als zweitwichtigster Kanal werden Social Media wie Xing, Twitter und LinkedIn oder interne Tools wie Yammer und Jive eingesetzt. An dritter Stelle in der Hierarchie der Kommunikationsmittel stehen Messaging-Tools wie Whatsapp. Das Telefon, einst aus dem Geschäftsalltag nicht wegzudenken, rangiert nur noch auf Platz vier, ermittelte eine Studie des Dienstleisters Dimension Data unter jüngeren Berufstätigen. Die neue Regel lautet: Anrufen nur, wenn es sonst nicht geht. «Die Generation Y sagt ,Adieu' zum klassischen Telefonanruf», erläutert Andrew McNair, verantwortlich für die Studie, den grossen Trend.

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