Outlook-Alternative eM Client setzt auf Security

» Von Stefan Bordel, 10.08.2017 14:28.

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Mangelnde E-Mail-Security ist ein grosses Problem

eM Client ist erst kürzlich in der neuen Version 7.1 erschienen. Was sind die Highlights der neuen Version?

Bürger: Die neue Version 7.1 bietet nun erstmals neben dem Support einer S/MIME-Verschlüsselung auch Unterstützung für den PGP-Standard. Im Gegensatz zur recht umständlichen Einrichtung von S/MIME soll die neue PGP-Implementierung den Aufwand der E-Mailverschlüsselung auf ein Minimum reduzieren.

Wir sind der Meinung, dass mangelnde E-Mail-Security derzeit insgesamt ein grosses Problem darstellt. Um zu verhindern, dass sensible Daten ungesichert ins Netz gelangen, ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unerlässlich. Die hierfür zugrundeliegende Technologie ist bereits seit etwa 20 Jahren auf dem Markt, aber niemand nutzt sie.

Während aktuell die grössten Kunden von eM Client aus dem asiatischen Raum stammen, kommen Privatanwender hauptsächlich aus den USA und Deutschland. Und speziell aus dem deutschsprachigen Raum erreichten uns immer wieder Anfragen zur Verschlüsselung von E-Mails via PGP. Da diese Methode etwa auch vom BSI empfohlen wird.

Für die Nutzung von PGP wird in eM Client keinerlei Zusatzsoftware benötigt. Der Nutzer muss lediglich den E-Mail-Client installieren und auf den Button zur Erstellung eines Schlüsselpaar klicken, das wars. Die Weitergabe dieses öffentlichen Schlüsselpaars zu einem Kommunikationspartner erfolgt ebenfalls über einen simplen Button-Klick. Beim Empfang eines öffentlichen Schlüsselpaars ist dann auch nur ein einzelner Klick für die Speicherung und die Nutzung erforderlich.

Damit haben wir die PGP-Verschlüsselung in eM Client soweit wie möglich vereinfacht. Eine vergleichbare Lösung am Markt gibt es derzeit nicht. Zwar gibt es einzelne Plug-ins für Thunderbird, Chrome und andere Clients, die sind im Funktionsumfang aber zumeist recht beschränkt. So unterstützen viele dieser Add-ons etwa keine Mail-Anhänge.

Worin liegen die Vorteile einer PGP-Verschlüsselung?

Bürger: Durch die Nutzung einer Standard-Verschlüsselung ermöglichen wir unseren Nutzern, möglichst einfach verschlüsselt untereinander zu kommunizieren ohne dabei andere Anwender aussen vor zu lassen. Diese müssen allerdings bei der Verwendung anderer E-Mail-Clients zunächst ein PGP-Setup einrichten.

In der Zukunft wollen wir die Verschlüsselung nochmals vereinfachen. Hierzu wollen wir auf unseren Servern die Public-Keys unserer Nutzer verwalten und allen eM-Client-Nutzern zugänglich machen. Die Authentifizierung der Keys wird dabei über spezielle E-Mails an unsere Nutzer erfolgen. Prinzipiell handelt es sich dabei um ein öffentliches Adressbuch für alle Public-Keys der eM-Client-Nutzer.

Aber bereits heute ist das Versenden von verschlüsselten E-Mails über eM Client recht simpel, innerhalb von rund 20 Sekunden lässt sich eine verschlüsselte Mail absenden. Das ist ein grosser Vorteil im Vergleich zu anderen E-Mail-Clients. So unterstützt Outlook beispielsweise S/MIME. Bis allerdings die hierfür benötigten Zertifikate vorhanden sind, dauert es in der Regel zwei bis drei Tage. Anschliessend müssen noch viele verschiedene Schritte durchgeführt werden, um diese Zertifikate zu implementieren. Speziell in Unternehmen lässt sich durch unsere Lösung damit schnell der gesamte interne E-Mail-Verkehr ohne grossen Aufwand verschlüsseln.

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