Koordinationsbedarf: Arbeitsplatzorganisation in Zeiten der Digitalisierung

» Von Michael Küng*, 01.05.2017 07:00.

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Co-Working bleibt im Trend

Weiter nur eine marginale Rolle spielen Arbeitsplätze in Co-Working-Büros und an sonstigen Orten. Ihnen möchten die von Computerworld befragten IT-Kader künftig 1,5 Stunden pro Woche widmen. Gegenüber der heutigen Situation ist das eine Verdreifachung. Hier stimmt die Einschätzung mit der Realität überein. Denn Büros für Co-Working sind zwar immer noch eine Randerscheinung, schiessen aber wie Pilze aus dem Boden. Gab es 2006 weltweit 30 Büros für Co-Working, verzeichnet nun allein Coworking Switzerland 70 Büros für den modernen Nomaden in der Schweiz.

 

Und das sind längst nicht alle. Seit bald zwei Jahren betreibt etwa die Zürcher Kantonalbank an ihrem Sitz an der Zürcher Bahnhofstrasse das vielleicht zentralste Co-Working im Land und das völlig umsonst. Wer will, kann online einen der 21 Arbeitsplätze oder einen Meeting-Raum für sechs Personen reservieren. Alternativ kann man auch auf gut Glück unangemeldet vorbeischauen. Wobei Letzteres keine so gute Idee ist, denn laut ZKB sind die Arbeitsplätze so begehrt, dass die Auslastung annähernd 100 Prozent beträgt. In einem Jahr werden die Plätze von etwas über 6000 Personen über durchschnittlich dreieinhalb Stunden genutzt. Unter ihnen sind Geschäftsleute, Studenten und Jungunternehmer, erklärte die Bank im letzten Sommer. Wie alle neuen Arbeitsformen bringt auch das Co-Working seine Schwierigkeiten mit sich. Von den Initianten ursprünglich als Ort des Austauschs kreiert, nutzen Freiberufler oder Angestellte die Arbeitsplätze lieber, um sich von Familie und Arbeitskollegen abzuschotten. Am Austausch sind sie weniger interessiert. Sie kritisieren denn auch gerne, dass im Co-Working Rückzugsmöglichkeiten für ruhiges Arbeiten fehlen.

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