«BYOD» – Chancen, Risiken und Lösungsansätze

«Bring Your Own Device» steht auf der Wunschliste vieler Mitarbeiter und damit auch auf der Agenda vieler CIOs. Eine Gesamtbetrachtung der Chancen, Risiken und Lösungsansätze bringt Transparenz in dieses Trendthema.

BYOD kann zu einer Win-Win-Situation führen.BYOD kann zu einer Win-Win-Situation führen.

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» Von Von Dominique C. Brack, 02.12.2011 07:08.

Mittwochmorgen, 7:30 Uhr am Berner Hauptbahnhof auf Gleis 7. Pendler warten mit ihren Smartphones in der Hand und dem Laptop unter dem Arm auf den einfahrenden Intercity nach Zürich. An solchen Tagen ist die zunehmende Mobilität der arbeitenden Bevölkerung, der Drang nach mehr Produktivität und Effizienz schon deutlich spürbar. Doch für die Mehrheit sieht der Status Quo leider noch ganz anders aus: Die IT-Infrastruktur in der Firma ist träge, der Technologie- und Produktivitätsgraben zwischen privaten Endgeräten und der IT-Infrastruktur am Arbeitsplatz riesig.

Im privaten Bereich gehen Kommunikation und Informationsaustausch so leicht von der Hand, aber im Büro plagt man sich mit unter­irdisch langsamer Hardware oder veralteter Software herum. Wem von uns ist es nicht auch schon so ergangen?

Keiner verzichtet bis nach Arbeitsschluss gerne auf die vielen Funktionalitäten seines Smartphones oder Tablet-PCs. Denn was im Privat­leben Vorteile bringt, soll auch im Geschäft Nutzen stiften. Die Forderung nach der Nutzung der eigenen Geräte für Geschäfts­zwecke wird daher immer lauter beim Namen gerufen: Bring Your Own Device, kurz BYOD. Konkret heisst das, die Mitarbeitenden bringen ihre eigenen Geräte mit zur Arbeit und erhalten die nötigen Zugriffe auf die entsprechenden Ressourcen.

Vorteile, Chancen und Risiken

Eine BYOD-Strategie hat für beide Seiten Vorteile: Die Mitarbeitenden geniessen mehr Arbeitskomfort, erhöhte Mobilität und Flexi­bilität. Auf der IT-Seite entfallen Anschaffungskosten für Hardware, die durch wesentlich tie­fere und gut kalkulierbare jährliche Equipment-Pauschalen an die Mitarbeitenden abgelöst werden. Auch die Kosten für Wartung und Support sinken massiv. Ausserdem kann die IT so Schritt für Schritt stabile Strukturen für die Zukunft schaffen.

«BYOD wird sich auf die eine oder andere Art durchsetzen. Die IT muss lernen, mit solchen Veränderungen umzugehen»

Dazu gehört etwa der Aufbau eines optimalen Netzwerk-Zonen-Konzepts, ein zuverlässiges Identitätsmanagement und eine flächendeckende Port-Security im Access-Bereich. Aus Unternehmersicht ist BYOD ein attraktives Thema, weil die Effizienz der Mitarbeitenden steigt und die Aufwände der IT – langfristig gesehen – stark sinken. Beides wirkt sich positiv auf die Erfolgsrechnung des Unternehmens aus. 

Kein Zweifel, BYOD birgt auch Risiken. Die Nutzung der Firmeninfrastruktur mit privaten Geräten wirft traditionelle Sicherheitskonzepte über den Haufen und erzwingt eine Anpassung der IT-Sicherheitsstrategie und der Datenschutzrichtlinien an heutige wie zukünftige Anforderungen. Im Normalfall sind die Mit­arbeitenden auch nicht genügend für die Sicherheitsthematik sensibilisiert. Fehlende Backups oder die Infektion der Geräte mit Malware und Viren können das Firmennetz gefährden, und vertrauliche Informationen in E-Mails schneller in falsche Hände geraten lassen.

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