Analysten warnen vor gekauften Freunden
Facebook-Likes und persönliche Empfehlungen von Freunden sind starke Marketing-Argumente. Firmen haben das längst erkannt, müssen aber mit Konsequenzen rechnen.

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» Von , 24.09.2012 09:09.
Empfiehlt ein Facebook-Freund ein Produkt, dann kauft jeder Zweite die gleiche Ware. Das Marketing via Social Media verspricht traumhafte Ansatzraten. Problematisch werden die persönlichen Hinweise allerdings, wenn der «Freund» entweder gar kein Freund ist oder die Person für seine «Empfehlung» bezahlt wird.
Das Analystenhaus Gartner beobachtet die Mechanismen schon heute und prognostiziert, dass in zwei Jahren 10 bis 15 Prozent aller Produktempfehlungen bezahlt sein werden. Die gefälschten Angaben werden Folgen haben: Neben dem Argwohn der Öffentlichkeit ziehen die gekauften Meinungen auch die Aufmerksamkeit der Handelsaufsicht nach sich. Mindestens 2 der 500 grössten US-amerikanischen Firmen werden sich im Laufe der nächsten zwei Jahre Verfahren der Federal Trade Commission (FTC) einhandeln, meinen die Analysten. Die FTC registriere schon heute das Treiben in den sozialen Medien, die Behörden in anderen Ländern werden folgen. Insbesondere im Fokus sind Unternehmen, die sich auf das Reputation Management spezialisiert haben, und Online-Inhalte gewerbsmässig schönen. «Marketing-Manager müssen sich bei ihrem Streben nach mehr Likes und positiven Bewertungen bewusst sein, dass ihr Verhalten auch negative Konsequenzen haben kann», warnt Gartner-Analyst Ed Thompson.
Die vermehrte Regulation von Social Media durch offizielle Stellen führt laut Gartner aber dazu, dass noch mehr Verbraucher den Plattformen ihr Vertrauen schenken. Dann werden den echten Empfehlungen von echten Freunden noch mehr Wert beigemessen.




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