«Wie wettbewerbsfähig ist meine Firma ohne IoT noch?»

» Von Michael Kurzidim , 15.05.2017 07:00.

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CW: Was sind neben Asset Tracking und Predictive Maintenance interessante Anwendungs-Cases für die Industrie?

Reuss: Es gibt in der Kernfertigung nach wie vor viel ungenutztes Potenzial. Wie kann ich die Rüstzeiten und den Ausschuss minimieren, die Qualitätssicherung verbessern? Wir haben zurzeit noch einen relativ niedrigen Adaptionslevel, was solche Lösungen angeht.

CW: Also kommt das ganz grosse Geschäft mit der Industrie 4.0 noch?

Reuss: Ich bin mir ganz sicher, dass uns der Boom noch bevorsteht. Das Fertigungsumfeld, zum Beispiel der Logistikbereich, wird in Zukunft von Asset Tracking und Industrie-4.0-Lösungen profitieren – von der Warenannahme, über die Optimierung des Warenflusses bis hin zur Lagerverwaltung. Auch das Asset Tracking selbst lässt sich weiter verbessern. Nehmen Sie die Kühlschränke eines Softdrink-Herstellers: Wir kontrollieren nicht nur wo die Geräte gerade stehen, sondern auch, wie häufig sie geöffnet werden, wer den Kühlschrank öffnet und welches Getränk derjenige dann entnimmt. Die Gastronomie zeigt Interesse an solchen Lösungen. Denken Sie an Weinkühlschränke in einem Restaurant, dort lagern ja doch erhebliche Werte.

CW: Als Dieb, der vorhat, zum Beispiel einen Weinkühlschrank zu stehlen, würde ich das Tracking Device vor dem Diebstahl entfernen.

Reuss: Die Devices lassen sich sehr unauffällig anbringen und müssen oft auch stoss- und wasserfest oder gegen extreme Temperaturen resistent sein - sie müssen schon einiges aushalten können. Es gibt da keine One-fits-all-Lösung, dementsprechend variieren auch die Preise der Devices. Die Lösungen und Anforderungsprofile sind sehr individuell.

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