Kalkulierter Sprung in die Cloud

» Von Thomas Arter *, 19.06.2017 07:00.

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Vorbereitung mit Testsystem

Es hat sich bewährt, vor der Migration ein Testsystem auf Basis von SAP S/4Hana aufzubauen – mit den echten Daten und Prozessen des jeweiligen Kunden. Beim sogenannten «Jump Start»-Konzept kann der Kunde während maximal sechs Wochen auf dem Probesystem experimentieren. Die Anforderungen dafür sind tief: Das bestehende SAP-System muss mindestens Service Package 7.0 aufweisen, «Unicode-enabled» sein und die Business-Partner- und «New General Ledger»-Konzepte sollten implementiert sein.

Im Vorfeld steht ein erstes Reinemachen an. Welche Daten sollen migriert werden? Auf der sicheren Seite sind Unternehmen in der Regel, wenn sie einfach die Daten der vergangenen zwei Jahre in das Probesystem mitnehmen. Weitere Vorbereitungen betreffen die wichtigsten Geschäfts- und IT-Prozesse. SAP hat dazu Migrations-Guidelines veröffentlicht, unter anderem eine Auflistung, welche Prozesse sich in S/4Hana wie geändert haben und wie sie sich so konvertieren lassen, dass sie mit Hana kompatibel sind. Die erste Konvertierung übernehmen hauptsächlich SAP-Werkzeuge wie der Software Upgrade Manager (SUM). Für den anschlies­senden Test des konvertierten Systems stellt SAP ebenfalls einen Katalog mit vordefinierten Anwenderszenarien (Use Cases) zur Verfügung – von der Logistik über den Einkauf bis hin zu Finanzen und Controlling. Mit ein wenig abschliessendem Feintuning der neuen Benutzeroberfläche, der Fiori-Apps sowie der Zugriffsberechtigungen steht dem Unternehmen ein Proof of Concept zur Verfügung. Dieses kann es vier Wochen lang betreiben und mit echten Daten testen. Daraus resultiert ein Report, den die Beteiligten im Rahmen eines Review-Workshops analysieren sowie in der Regel einen Business Case für die Fachabteilungen und die Geschäftsführung definieren. Wenn dieser überzeugt, steht der tatsächlichen Migration auf SAP S/4Hana nichts mehr im Wege.

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