Daten sind die Superstars der Digitalen Transformation

» Von Christoph Höinghaus*, 10.10.2016 11:15.

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Eine Informationsstrategie ist nötig

Der grundlegende Aufbau einer Informationsstrategie umfasst – neben den üblichen Elementen einer Strategie, wie z. B. der Ausgangslage oder der Unternehmens- und Marktanalyse – eine Reihe von strategischen Zielen und daraus abgeleiteten strategischen Massnahmen, welche die Organisation, die Flüsse, die Qualität und den Lebenszyklus der Daten betrifft. Im Weiteren wird im Rahmen einer Roadmap das Rollout der Strategie – beispielsweise in Form eines Programmes – definiert.

Analyse des Status Quo

Die Unternehmens- und Marktanalyse der Informationsstrategie besteht in der Konkretisierung der entsprechenden Teile der Unternehmensstrategie. Die Konkretisierung umfasst beispielsweise die Stärken und Schwächen der bestehende IT hinsichtlich ihrer Fähigkeit, interne und externe Daten bereitzustellen, neu zu kombinieren und zu interpretieren und sie zu schützen.
Die Marktanalyse sollte die neuen Möglichkeiten der Branche, was die Nutzung externer Daten betrifft, umfassend untersuchen. Sowohl die Optimierung bestehender Leistungen und Produkte als auch die mögliche Etablierung neuer Geschäftsmodelle kann durch die Nutzung externer Datenquellen oder Services stark beschleunigt werden. Unternehmen sollten die entsprechenden Szenarien sorgfältig untersuchen und in die Strategie miteinbeziehen.

Zielsetzung und Massnahmen der organisatorischen Verankerung sollten zwei zentrale Elemente umfassen:

  • Einerseits muss das Know-how, also die «Data-Science-Fähigkeit» des Unternehmens verbessert werden. Dies wird in den meisten Fällen über die Etablierung entsprechender Fachstellen oder Abteilungen geschehen.
  • Darüber hinaus müssen Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und Aufgaben für zentrale Datenelemente geregelt werden, und zwar sowohl auf fachlicher als auch auf technischer Ebene. In grösseren Unternehmen werden dafür eigene Rollen mit den entsprechenden Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten definiert. Sie tragen die Verantwortung für den Umgang, die Qualität und die Sicherheit der zentralen Elemente wie beispielsweise die Kunden- oder Produktdaten.

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