Storage-Markt: Diese Techniken machen der Festplatte den Garaus

» Von Manuel Masiero, 11.10.2017 07:30.

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Hybrid-Flash: zwei Welten

Anders als All-Flash-Systeme setzen Hybrid-Flash-Arrays auf eine Mischung aus Festplatten und SSDs und nutzen damit die Stärken beider Systeme, denn zur hohen Leistung der SSDs kommt die immense Speicherkapazität der HDDs. Dabei decken die Flash-Laufwerke einen relativ kleinen Speicherbereich ab, der sich je nach System auf zweierlei Arten nutzen lässt: einmal als Cache-Speicher, um die I/O-Performance zu steigern, und zum anderen als eigener Storage-Tier.

Speichersysteme mit automatischem Storage-Tiering kategorisieren Daten anhand bestimmter Kriterien, etwa den Performance-Anforderungen, der Datengrösse oder der Wichtigkeit. Hierarchisch besonders hoch eingestufte Daten verschiebt das Hybrid-Flash-System auf den schnellen SSD-Bereich, wo sie zügiger abgearbeitet werden können. Ein Beispielfall sind virtuelle Desktop-Umgebungen, die während des Boot-Vorgangs hohe I/O-Lasten erzeugen. Seltener verwendeten Daten, zum Beispiel Backups oder Archivdaten, weist das Tiering-System eine geringere Priorität zu – bei Hybrid-Flash-Systemen sind sie ein typischer Fall für den Festplattenspeicher.

Aufgeschlüsselt nach Marktanteilen nehmen sich die Hy­brid-Flash-Lösungen derzeit noch das grösste Stück vom Storage-Kuchen. IDC attestiert ihnen für das vierte Quartal 2016 ein Marktvolumen von 38,4 Prozent. Auf die Festplatten entfallen immer noch 35 Prozent – abgeschrieben ist dieser Klassiker also noch nicht. Erst auf dem dritten Platz folgen All-Flash-Speichersysteme mit 26 Prozent Anteil am Gesamtumsatz. Unter allen Speichertypen verzeichnen sie im Vergleich zum Vorjahr aber das stärkste Wachstum (+ 61,2 Prozent).

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