IT in der Logistik: Vollautomatisch logisch
Informationstechnologie und Logistik verschmelzen zunehmend miteinander. Integrationsplattformen und die Selbststeuerung logistischer Prozesse werden die Entwicklung in den nächsten Jahren prägen.

» Von , 07.12.2011 10:49.
Vom RFID-Chip im Lager über elektronische Einkaufsplattformen bis zum Product Life Cycle Management: Die IT hat viele Logistikprozesse revolutioniert. In Zukunft wird die Verzahnung mit der IT noch zunehmen. Globale Logistikprozesse lassen sich in unternehmensübergreifenden Netzwerken aber nur dann optimal planen, wenn alle Akteure durch einen nahtlosen Informationsfluss miteinander in Verbindung stehen. Doch damit kommen neue Herausforderungen auf Logistiker zu. «Die IT-Vernetzung steigert zwar die Geschwindigkeit logistischer Prozesse, aber auch deren Komplexität», schreibt etwa Bernhard Kube, Leiter der Business Unit Logistik bei Lufthansa Systems. Point-to-Point-Verknüpfungen seien dabei auf Dauer weder beherrschbar noch wirtschaftlich. Es müssen also Integrationsplattformen eingerichtet werden, die alle IT-Systeme der Akteure vernetzen. Produzenten, Handel und Logistikdienstleister sollten ihre Planungs- und Steuerungssysteme aber nicht nur vernetzen, sondern auch integriert betreiben, so Kube weiter.
Die logistische Forschung, allen voran jene am Fraunhofer Institut, ist seit rund sechs Jahren dabei, mit Blick auf die zunehmende Komplexität logistischer Prozesse, IT-basierte Lösungen zu entwickeln. In Kürze veröffentlicht das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML die Ergebnisse einer gross angelegten Studie zum Thema «IT in der Logistik», die das IML im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) durchgeführt hat. Die Studie wird neben einer Marktübersicht der Logistik-IT und ihren bedeutendsten Einsatzgebieten auch eine Übersicht der wichtigsten IT-Anbieter beinhalten und soll ab Oktober verfügbar sein.
Das langfristig angesetzte Forschungsprojekt macht deutlich, dass die IT in der Logistik heute noch relativ am Anfang steht. Ziel der Forschung ist es, Selbststeuerungstechniken für logistische Prozesse nutzbar zu machen. Einzelne Objekte wie Stückgüter oder Ladungsträger werden so etwa mithilfe von RFID-Technologie und drahtloser Kommunikation lückenlos und flächendeckend lokalisier- und identifizierbar
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