Der Weg zum agilen Team

Ein Team von Software-Entwicklern ist nicht auf Knopfdruck agil. Es durchläuft verschiedene Phasen, bis es wirklich agil arbeitet. Dieser Beitrag zeigt die häufigsten Hürden und wie man sie überwindet.

» Von Urs Enzler*, 25.04.2017 16:02.

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Viele Teams starten mit der agilen Software-Entwicklung, weil sie gehört haben, dass es für sie dadurch weniger Feuerwehrübungen gibt. Gleichzeitig erhofft sich das Business eine kürzere Time-to-Market. Nach einer Weile merken die Entwickler jedoch, dass sie auf Widerstand stossen. Das Management versteht nicht, warum die Angestellten jetzt von «selbst-organisierend» sprechen. Die Tester wollen nicht alle zwei Wochen etwas Unfertiges testen. Und die Requirements-Engineers wollen zuerst mal alles durchdenken und nicht dauernd von den Entwicklern etwas gefragt werden.

So kommt die agile Reise bei vielen Teams schon nach kurzer Zeit ins Stocken oder sie wird sogar ganz abgebrochen. Egal, ob die Arbeitsweise top-down, bottom-up oder inside-out eingeführt wird – es funktioniert nicht. Nur bei Teams und Organisationen, die es schaffen, alle ins Boot zu holen, klappt es am Ende.

Zeitaufwendige Meetings

Eines Morgens stürmt der Projektleiter ins Büro und ruft: «Ihr verplempert zu viel Zeit mit Meetings! In der Zeit würdet ihr besser arbeiten!» Tatsächlich sitzt und steht das Team zu 13 Prozent der Arbeitszeit in Meetings, wenn man dem Scrum Guide folgt. Doch Software-Entwicklung erfordert viel Kommunikation – alle müssen genügend wissen, um gut arbeiten zu können. Daher ist der Zeitaufwand für die Verständigung gerechtfertigt. Wichtig dabei ist, für jedes Meeting ein klares Ziel und eine Zeitlimite festzulegen. Natürlich darf man auch früher fertig sein.

Auf der nächsten Seite: Warum aus Sprints Langstreckenläufe werden und wie man das verhindert

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