Citrix' Trick: Enduser-Cloud für jedermann

Strategisch geschickt setzt Citrix, anders als Microsoft und VMware, auf die 'personal Cloud' der Endanwender. Dem Bottom-up-Entwurf bescheinigt Gartner grosses Potenzial.

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» Von Michael Kurzidim , 26.06.2012 20:00.

Citrix ist bekannt für seine Desktop-Virtualisierungslösungen, aber weniger als Cloud-Anbieter. Auf der TechEx in München präsentierte das Unternehmen deshalb seine Cloud-Strategie und kündigte neue Cloud-Management-Lösungen an. Das Attraktive daran: der berüchtigte Vendor Lock-in fällt aus, Citrix unterstützt gängige Anbieter, und verfolgt diesen offenen Ansatz so konsequent wie kaum ein Mitbewerber. Mit einem bunten Strauss an Cloud-Lösungen für Endanwender besetzt das Unternehmen zudem einen Markt mit Zukunftspotenzial.

Zuerst Strategisches: In der Tradition seiner freien Xen-Produktreihe - also XenDesktop, XenServer und XenApp - hat Citrix nun auch den «CloudStack» bei der Apache Foundation als Open-Source eingereicht. Die Orchestrierungs-Software CloudStack bindet HyperVisor wie VMwares ESX, Microsofts Hyper-V, den eigenen XenServer, den virtuellen Linux-X86-Server KVM und Oracle VM an. Vendor Lock-in sieht anders aus.

TechEx: Produkt-Neuheiten

Stolz ist Citrix auf sein Cloud Gateway, eine Management-Konsole für mobile Apps, Cloud-Dienste wie Software-as-a-Service (SaaS) und Windows-Applikationen – alles unter einem Dach. Aus Sicherheitsgründen laufen alle Anwendungen in sogenannten Sandboxen, also gekapselt. Release 2 des Gateways unterstützt unter anderem natives HTML 5, iOS, Android, Single-sign-on und soll im Juli dieses Jahres auf den Markt kommen.

Ebenfalls für Juli kündigte der Software-Hersteller die CloudBridge 2 an, die IPsec-gesichert mehrere Rechenzentren (RZ) über einen OSI-Layer-2-Tunnel miteinander verbindet, und damit auch RZ-übergreifende (private) Clouds ermöglicht. Die Hauptneuheit des CloudGateway 2: ein Self-Services-Katalog für Endanwender. Die Beschaffungszeiten verkürzen sich dadurch erheblich.

Für die Vermessung und Abrechnung der derart orchestrierten Services ist das Cloud-Portal zuständig, ein wichtiges Stück Software, das aber vorerst in der alten Version erhalten bleibt. Die wichtigsten Funktionalitäten des Portals sind: Billing & Metering, Account-Management, CRM- und Support-Ticketvergabe, Sharepoint-/Exchange-Anbindung.

Auf der nächsten Seite: Persönliche Cloud für End-User.

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