Windows 7 - was Entwickler über den Vista-Nachfolger wissen sollten (Teil 2)

Ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen bei Windows 7 für .NET-Entwickler. Dank des neuen Windows API Code Packs öffnet sich die Windows-Shell für die Programmierung mit Managed Code.

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» Von Peter Monadiemi, 28.09.2009 16:27.

Endlich - ein Managed-Wrapper für die Shell-API

Die Shell-API besaß in der Vergangenheit einen Nachteil. Sie konnte von einer .NET-Anwendung gar nicht oder nur eingeschränkt angesprochen werden, da die COM-Schnittstellen dafür nicht ausgelegt waren. Seit kurzem gibt es von Microsoft das Windows API Codepack für .NET, mit dem sich die Windows-Shell und ihre ,,Bewohner" ansprechen lässt [2]. Das API Codeback besteht aus einer umfangreichen Klassenbibliothek, in der die COM-Schnittstellen der Shell über COM-Interop in Klassen gekaspelt werden, die sie für ein .NET-Anwendung genauso einfach und direkt ansprechbar machen wie die Klassen der .NET-Klassenbibliothek.

Abgerundet wird das API Codepack durch über 100 Samples in C# und VB.NET, die alle Bereiche der Windows 7-Shell behandeln, die für Entwickler interessant sind. Ein Trainingskit mit einigen Hands on Labs, PowerPoint-Presentation, Videoclips und allgemeinen Beschreibungen gibt einen Überblick über die wichtigsten neuen Features bei Windows 7 [3]. Hier werden auch etwas anspruchsvollere Themen wie eine Anpassung der Benutzeroberfläche an eine hochauflösende Darstellung, die Benutzerkontensteuerung oder Session-Isolierung bei Windows-Diensten besprochen.

Tipps für die Umstellung



Wenn es einen Grund gibt, Quellcode für die Ausführung unter Windows 7 anzupassen, hat er etwas mit der Benutzerkontensteuerung zu tun. Bei Windows 7 wurde die Benutzerkontensteuerung (kurz UAC für User Account Control) weiter verfeinert, das Prinzip aber beibehalten. Sie fordert vom Anwender weniger Bestätigungen an, ist in insgesamt vier Stufen granular einstellbar (bei Vista konnte sie nur ein- und ausgeschaltet werden) und wie bei Vista standardmäßig von Anfang an aktiv.

Die Grundidee der UAC ist, dass Anwendungen auch unter einem Administratorkonto nicht mehr mit vollständigen Berechtigungen ausgeführt werden, sondern diese vom Anwender explizit bestätigt werden müssen. Anders als früher bei XP legt Windows 7 nach der Installation kein Administratorkonto, sondern ein spezielles Standardbenutzerkonto (auch geschütztes Administratorkonto genannt oder ,,PA" für ,,Protected Administrator") an, unter dem zahlreiche Vorgänge gestattet sind (etwa das Einstellen der Zeitzone), für die in der Vergangenheit Adminberechtigungen erforderlich waren.

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