SharePoint 2010 Services à la Carte

Microsoft hat SharePoint 2010 eine komplett überarbeitete, wesentlich robustere Service-Architektur verpasst, über die sich SharePoint-Anwendungen mit zentralen Diensten versorgen lassen. Entwickler sind neu in der Lage auch eigene Dienste zu erstellen, die von der neuen Service-Infrastruktur profitieren können.

  

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» Von pm , Urs Bertschy, 18.03.2011 15:13.

Die neue Service Architektur, die das das in MOSS 2007 verwendete Shared-Service-Provider-Modell (SSP) ablösen soll, gehört zu den grundlegendsten Neuerungen in SharePoint 2010. Es handelt es sich um ein in punkto Architektur komplett neu konzipiertes Service-Modell, über das Web-Anwendungen innerhalb einer SharePoint-Farm und teilweise sogar farmübergreifend mit typischen Middle-tier-Diensten wie Search, Usage Tracking oder Single-Sign-On versorgt werden können. Das neue Konzept ist nicht nur für SharePoint-Architekten und -Administratoren von fundamentaler Bedeutung, sondern auch für Entwickler interessant, die SharePoint nun mit eigenen Service-Anwendungen erweitern können.

Höhere Flexibilität und Skalierbarkeit

Anders als beim Shared-Service-Provider-Konzept in SharePoint 2007, bei dem man eine Gruppe von Diensten noch als Ganzes einer SharePoint-Anwendung (Web Application) zuordnen musste, können Application Services den Web-Anwendungen nun einzeln zugewiesen werden. Das neue modulare Konzept bringt damit gleich eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich. So lassen sich für eine einzelne SharePoint Web Anwendung (Web Applications) nur diejenigen Dienste aktivieren, die auch tatsächlich benötigt werden. Die Performance eines Servers oder Server Farm lässt sich dadurch optimieren. Ausserdem kann die Last auf unterschiedliche Anwendungsserver verteilt werden, was letztlich zu höherer Skalierbarkeit führt.

Dank der neuen Architektur lassen sich Dienste und deren Daten auch besser isolieren. Service-Anwendungen – die übrigens innerhalb derselben Farm auch mehrfach instanziert werden können – lassen sich dabei in komplett voneinander abgeschotteten Applikationspools und mit eigenen Datenbanken betreiben. Diese strikte Trennung von Services ermöglichen insbesondere einen besseren Betrieb in Multi-Tenant-Szenarios, wo mehrere Kunden auf derselben Farm gehostet werden. Das neue Servicemodell wird denn auch im 2010er Release von SharePoint Online, das Mitte dieses Jahres im Rahmen von Office 365 verfügbar wird, eine zentrale Rolle spielen.

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