SharePoint 2010: Datenintegration mit BCS (Teil 2)

Über die Business Connectivity Services (BCS) können in SharePoint 2010 Daten aus externen Systemen (Datenbanken, LOB-Systeme, Web Services) angebunden und den Benutzern über SharePoint-Listen, Web-Part-Dashboards oder die Suche zur Verfügung gestellt werden. Dank neuen Werkzeugen in SharePoint Designer und Visual Studio 2010 ist die Umsetzung solcher Lösungen nun wesentlich einfacher geworden.

    

» Von Peter Monadiemi, 29.06.2010 09:47.

von Urs Bertschy

Im ersten Teil [1] der zweiteiligen Mini-Serie zu den Business Connectivity Services von SharePoint 2010 ging es um die Architektur und die Einsatzmöglichkeiten der Datenintegrationstechnologie. Im zweiten Teil stehen die verfügbaren Werkzeuge und die Entwicklung von BCS-Lösungen auf dem Themenplan.

War die Realisierung von BDC-Datenanbindungen in SharePoint 2007 mangels geeigneter Tools eine zeitraubende und fehleranfällige Angelegenheit, denn die dazu notwendigen sehr langen XML-Files (ADFs) mussten mühsam von Hand erstellt werden[2], stehen in SharePoint 2010 mit dem SharePoint Designer und Visual Studio 2010 gleich zwei Werkzeuge zur Verfügung, die bei der Umsetzung von BCS-Lösungen behilflich sind:

1) SharePoint Designer 2010
2) Visual Studio 2010

No-Code-Lösungen mit SharePoint Designer 2010



Der komplett überarbeitete SharePoint Designer richtet sich weniger an hartgesottene Entwickler, sondern wurde so konzipiert, dass auch erfahrene Anwender und Mitarbeiter der IT-Abteilung in der Lage sind, SharePoint-Lösungen umzusetzen, ohne dabei eine Zeile Code schreiben zu müssen [3].

Datenanbindungen werden in SharePoint Designer auf Basis von External Content Types definiert ([1]), in welchen die Datenverbindung, das Mapping der Daten und die Operationen für den Zugriff auf die Datenquelle festgelegt werden. Das Tool stellt dazu einfach bedienbare Dialoge und Wizards bereit (Abbildungen 1 und 2). Als Datenquelle können ein SQL Server, WCF/Web Service oder .NET-Assembly-Konnektoren angegeben werden. Steht die Verbindung zur Quelle, werden die gewünschten Daten ausgewählt und mit Hilfe eines Wizards werden die notwendigen Mappings und Parameter festgelegt. Anschliessend wird der External Content Type auf dem SharePoint Server gespeichert und steht fortan für die Verwendung in External Lists oder in BCS Web Parts bereit. SharePoint Designer bietet Zugang zu den meisten in den ECT zur Verfügung gestellten Funktionen wie Filter-, Offline- und Such-Optionen. Nicht unterstützt werden jedoch die neu in BCS hinzugekommenen Batch- und Bulk-Operationen, mit deren Hilfe man mehrere Items in einer einzigen Anfrage auslesen und verarbeiten kann.










Abbildung 1: External Content Types können in SharePoint Designer bequem zusammengeklickt werden. Das notwendige XML-File wird automatisch im Hintergrund generiert und auf dem SharePoint Server im BDC Metastore publiziert



 











Abbildung 2: Daten, Mappings, Operationen und Filter von ECTs lassen sich in SharePoint Designer mit Hilfe eines Wizards festlegen

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