Die neue SharePoint-Werkbank in Visual Studio 2010

Einer der grössten Mängel der bisherigen SharePoint-Versionen aus der Sicht der Developer war die fehlende Unterstützung bei Visual Studio durch komfortable Entwicklertools. Mit den kommenden Visual Studio 2010 Tools for SharePoint will es Microsoft besser machen.

  

» Von Peter Monadiemi, 08.01.2010 16:24. Letztes Update, 08.01.2010 16:25.

von Urs Bertschy

Visual Studio 2010 wird mit einer ganzen Palette an Werkzeugen ausgestattet sein, die eine im Grunde simple Mission erfüllen sollen: Die Entwicklung von Erweiterungen für SharePoint 2010 komfortabler und Entwickler damit produktiver zu machen. Dies wird bereits bei der aktuellen Beta 2 deutlich, die unmittelbar nach dem Start eine reichhaltige Auswahl an Projektvorlagen anbietet, die nicht nur das übliche Codegrundgerüst umfassen, sondern vor allem das Deployment deutlich vereinfachen, in dem die erforderlichen Feature- und Solution-Files automatisch generiert werden. Zum Vorlagenangebot gehören unter anderem Site- und List-Definitions, Workflows, Content Types, Business Data Connectivity, Visual WebParts und Event Receiver. Ergänzend dazu stehen zahlreiche Item-Vorlagen für diverse SharePoint-Artefakte wie zum Beispiel Workflow Formulare, Application Pages oder List-Instanzen zur Auswahl, die einem SharePoint-Projekt nachträglich zugefügt werden können.

Mehr Komfort dank Assistenten

Einzelne Projekt- und Itemvorlagen werden durch Assistenten unterstützt, die dem Entwickler bei der Auswahl der gewünschten Einstellungen und Funktionen helfen. Beim Hinzufügen eines Event Receivers wird nach den zu behandelnden Events gefragt, woraufhin Visual Studio die notwendigen XML-Definitionsfiles (Elements.xml) und Codedateien generiert und die Einträge für das SharePoint-Feature und das Solution Package aktualisiert. Vor dem Anlegen eines neuen Projekts wird die Site für das Deployment auf die Testumgebung abgefragt, und ob eine sog. Sandboxed Solution erstellt werden soll. Letzteres sind SharePoint-Anwendungen, die mit beschränktem Funktionsumfang und höherem Isolationsgrad ausgeführt werden [1].


 

Abb. 1: Projekt- und Item-Vorlagen helfen beim Erstellen der notwendigen XML- und Codedateien verschiedener SharePoint-Artefakte


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