ASP.NET MVC - die neue Art ASP.NET-Anwendungen zu entwickeln

  

» Von Peter Monadiemi, 12.04.2010 22:13. Letztes Update, 12.04.2010 22:14.

WebForm vs. MVC-Framework

Das WebForm Modell eignet sich nach wie vor sehr gut dazu, schnell erste funktionale Oberflächen zu erstellen. Allerdings ist das WebForm Modell an den Postback-Mechanismus gebunden, Erweiterungen lassen sich dadurch nur umständlich implementieren. Da oft Ereignismethoden direkt in der Codebehind Datei implementiert werden, kommt es zu einer ungünstigen Vermischung von Oberflächen-, Datenzugriffs- und Geschäftslogik. Dies erschwert das Testen solcher Anwendungen enorm, teilweise werden Teile der Geschäftslogik mehrfach umgesetzt. Das MVC Framework separiert eine Anwendung direkt in verschiedene Komponenten. Dadurch wird auch das Testen erheblich vereinfacht, da jede Komponente (M-V-C) separat getestet werden kann. Das MVC Framework eignet sich daher sehr gut, einen Test-Driven-Development-Ansatz (TDD) zu verfolgen. Das MVC-Framework ist als erweiterbares Framework ausgelegt. Es existieren zahlreiche Schnittstellen, die eine einfache Erweiterung ermöglichen. Die logische Seitenstruktur muss sich nicht, wie beim WebForm Modell, im physikalischen Dateisystem widerspiegeln. Als nachteilig kann die ,,kleine" Lernkurve angesehen werden, um erfolgreich MVC basierte Anwendungen zu realisieren. Ein ASP.NET Entwickler muss sich dabei vor allem von der ,,Postback-Denkweise" lösen.

In einem künftigen DeveloperWorld-Artikel werden die Neuerungen des Release 2 des ASP.NET MVC Framework erläutert. Ein abschließender Artikel wird die konkrete Verwendung anhand eines Beispielprojektes demonstrieren.

Marc André Zhou ist Dipl. Inf. (FH) und erwarb zusätzlich den Titel Master of Science. Derzeit ist er für die Logica Deutschland GmbH & Co. KG als Senior Consultant tätig. Weitere Informationen finden Sie auf seinem Blog unter www.sw-consultant.de.

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