ASP.NET 4.0 - die wichtigsten Neuerungen ( Teil 1)
In dieser Rubrik werden in loser Folge die wichtigsten Neuerungen vorgestellt, die mit ASP.NET 4.0, das Teil des .NET Framework 4.0 und von Visual Studio 2010 ist, einhergehen.
» Von , 18.10.2010 06:11.
Verbesserte ID- und Client-ID-Funktionalität
Mit ASP.NET 4.0 ist es endlich möglich, auf die vormals automatische Vergabe der eindeutigen Identifier für serverseitige Steuerelemente Einfluss zu nehmen. Somit wird der clientseitige Zugriff mittels JavaScript erheblich vereinfacht.
Im Zeitalter moderner Web 2.0-Anwendungen kommt in der Regel keine Weboberfläche ohne JavaScript aus. Die reine serverseitige Verarbeitung verursacht viele Postbacks und führt zu einem unnötigen Neuladen der gesamten Seite. Teilweise kann dies durch den Einsatz des ASP.NET UpdatePanels verhindert werden. Aber auch das UpdatePanel ist für kleinere clientseitige Aktionen wie ein regelbasiertes Ein- und Ausschalten eines Steuerelements zu mächtig und verursacht zu viel "Traffic". Typischerweise werden heutzutage serverseitige Seiten einmalig erzeugt und zum Browser gesendet. Die weitere Interaktion mit der Anwendung verläuft danach im optimalen Fall über clientseitiges JavaScript. Die weitere Kommunikation zwischen Browser und Server findet über asynchrone Hintergrundaufrufe statt.
Auch ASP.NET Anwendungen können, basierend auf diesem Modell, realisiert werden. Jedoch gestaltete sich in der Vergangenheit der Zugriff auf die Steuerelemente etwas umständlich. Bis zur .NET Version 3.5 wurden die eindeutigen ID"s der Steuerelemente nach einem festen Schema erzeugt. Dabei wurden die ID"s aus der Struktur der Steuerelementhierarchie abgeleitet. Das Beispiel in Abb. 1. verdeutlicht den Mechanismus.




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