Umzug unter Zeitdruck

» Von Adrian Meyer* (Bericht), Barbara Mooser (Interview), 17.03.2017 08:00.

weitere Artikel

Bildergalerie

Neues Rechenzentrum gesucht

Bisher unterhielt das Unternehmen in der Schweiz ein Rechenzentrum in der Stadt Zürich und ein weiteres im Rahmen einer Colocation-Kooperation mit SIX. Als SIX ins greenDatacenter Zürich-West wechselte und deshalb der Vertrag auslief, begann D+H mit der Evaluation anderer Anbieter. Dabei streckte das Unternehmen sowohl in Zürich als auch im Raum Genf die Fühler aus. Die Ausschreibungskriterien Zutrittsschutz und Betriebssicherheit hatten höchste Priorität. Ein wichtiger Aspekt war zudem der Standort. Daher konzentrierte man sich schliesslich auf die Umgebung von Zürich und zog fünf Anbieter in die engere Wahl. Das neue Rechenzentrum sollte nach Möglichkeit in einer anderen geografischen Kammer, aber dennoch nicht allzu weit entfernt vom bereits bestehenden Rechenzentrum liegen. Nach sorgfältiger Evaluation traf D+H die gleiche Entscheidung wie sein bisheriger Colo-cation-Partner SIX – und wechselte ins Data Center von Green.

Migration unter Zeitdruck

Aufseiten von D+H war Raymond Lambot, Head of System Engineering, federführend für die Evaluation und Migration des Rechenzentrums. Er beschreibt die Gewährleistung der Verfügbarkeit als besonders herausfordernd. So galt es einerseits, das operative Geschäft weiterzubetreiben, andererseits musste eine komplizierte Migration geplant und durchgeführt werden. Lambot entschied sich dafür, Metrocluster zu bilden und den Umzug der virtuellen Server gestaffelt vorzunehmen. Zur Komplexität kam Zeitdruck. Im September 2016 musste das bisherige Rechenzentrum geräumt sein. Ende 2015 wurde der Vertrag mit Green unterzeichnet, ab April 2016 hatte D+H Zugang zum Data Center in Lupfig und konnte mit dem Aufbau der Server- und Storage-Umgebung beginnen. Im Mai liefen die ersten Geräte und im Oktober 2016 war die Migration komplett abgeschlossen. Die beiden Rechenzentren von D+H weisen nun etwa die gleiche Distanz zum Unternehmenssitz auf und verfügen über äquivalente Ressourcen. Beide könnten auch allein die komplette Last des Tagesgeschäfts bewältigen, die im Normalfall hälftig auf beide Rechenzentren verteilt ist.

* Adrian Meyer ist Leiter Service & Operation bei der Green Datacenter AG

Nächste Seite: Raymond Lambot im Interview

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der NMGZ AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.