Privat ist Social Media kein Problem, geschäftlich aber schon

Es scheint, als ob Social Media etwas gelungen ist, was Business-Software-Entwickler jahrzehntelang vergeblich zu erreichen versucht haben: intuitives Computing. Wie kann die Geschäftswelt davon profitieren?

» Von Rainer Kessler, 17.07.2013 09:22.

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Der Autor ist Head Business Security Consulting & Member of the Executive Board bei Ispin AG.

Seit Jahren sind Facebook, LinkedIn, Twit­ter, Xing und Co. unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Selbst Social-Media-Muffel finden zumindest eine Plattform, der sie nicht widerstehen können. Kontinuierlich werden die entsprechenden Funktionalitäten ausgefeilter, ohne den Benutzern mehr Technikkenntnis abzuverlangen – im Gegenteil. Weil deren Bedienung so intuitiv und der Nutzen unmittelbar einsichtig ist, machen (fast) alle gerne mit und dehnen die Social-Media-Anwendungen eigenständig und freiwillig auf neue Bereiche aus – etwa wenn neben dem privaten Facebook-Aufritt gleich noch einer für den lokalen Schützenverein fabriziert wird.

Eine gewisse Euphorie scheint also auf den ersten Blick berechtigt. Nur, wie können Unternehmen dieses private Phänomen nutzen?
Neben dem Umstand, dass uns die benutzer­gesteuerte Selbstadaption und Weiterentwicklung bei der Business-Software nicht gelungen ist, tun wir uns auch mit der geschäftlichen Nutzung von Social Media schwer. Sind wir einmal ehrlich: Wer kann behaupten, dass in ihrer/seiner Unternehmung Social Media breit eingesetzt wird – und zwar mit messbarem Erfolg? Natürlich sind Geschäftsfunktionen wie Marketing, Personalabteilung, Kommunikation, Marktforschung etc. längst mit Social Media als Business-Werkzeug vertraut. Eingesetzt wird dieses Werkzeug jedoch in seiner ursprüng­lichen Form. Das heisst, man analysiert Individuen, die sich auf einer oder mehreren Social-Media-Plattformen «outen», man sucht neue Mitarbeitende via diese Plattformen oder man veröffentlicht den eigenen Firmenauftritt. Soweit, so gut. Doch ist das das ganze Potenzial?

Bill Gates hat einmal gesagt: «Der Computer wurde zur Lösung von Problemen erfunden, die es früher nicht gab.» Ein Satz, der unsere angeborene skeptische Haltung gegenüber Neuem zum Ausdruck bringt. Wenn wir uns jedoch öffnen und für den Moment alle (berechtigten) Bedenken beiseitelassen, könnten sich allenfalls ganz neue Anwendungsbereiche für Social Media auftun, welche die Arbeitswelt zu revolutionieren imstande sind.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Skeptiker behalten nicht immer Recht

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