PostAuto testet e-Ticket

Die PostAuto AG will aufs E-Ticket umsteigen. In einer ersten Phase wird die neue Technik im Wallis getestet.

» Von Florian Bodoky , 11.03.2015 10:19.

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«Check in, Be out» heisst das neue Projekt des Busunternehmens, das auf der Forschungsplattform «Mobility Lab» basiert. Damit soll der herkömmliche Fahrscheinkauf dereinst ersetzt werden.

E-Ticket - das klingt zunächst nicht besonders spektakulär. Neu an der Methode ist, dass das Smartphone samt App gar nicht mehr gescannt werden müssen. Der WLAN-Hotspot im Gefährt verbindet sich nämlich automatisch mit dem Smartphone des Fahrgasts, wenn dieser einsteigt. Sobald der Fahrgast das Gefährt wieder verlässt, trennt sich diese Verbindung wieder. Möglich macht dies ein Sensor an den Türen der Busse, mit dem die PostAutos ausgerüstet sind.

Im Nachhinein stellt «CiBo» dem Passagier die gespeicherte Fahrt in Rechnung.

Pilotphase ab Herbst

Das neue System wird ab Herbst im Stadtnetz von Sion getestet, informiert der Mobility-Lab-Koordinator Philippe Cina. Im Idealfall könne das System ab Frühling 2016 schweizweit eingeführt werden. Ebenfalls fänden derzeit Abklärungen bezüglich Datensammlung und Datenschutz statt.

Südostbahn testet ähnliches System

Ebenfalls interessiert an der neuen E-Ticket-Technologie ist die Südostbahn. Zusammen mit dem Siemens-Konzern würden ihre Züge ebenfalls mit solchen Sensoren ausgerüstet.
Durch den Funkstandard RFID ist es nicht einmal nötig, die WLAN-Funktion im Smartphone zu aktivieren. «BiBo» (Be in, be out), wie das E-Ticket-System der SOB genannt wird, erkennt die Smartphones der zu- und aussteigenden Fahrgäste auch so.

Die Südostbahn plant, dieses Projekt demnächst dem Bundesamt für Verkehr vorzustellen. Dieses wird dann darüber entscheiden, ob sich der Bund finanziell am Pilotprojekt beteiligt. Ein konkreter Zeitplan liegt bis jetzt noch nicht vor.

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