Mit UCC wird BYOD produktiv

Immer mehr Mitarbeitende arbeiten an mobilen Arbeitsplätzen, kommunizieren per Smartphone, Tablet und Social-Media-Kanälen wie LinkedIn, Xing oder Facebook. Unified Communications & Collaboration (UCC) ist eine mögliche Antwort auf diese neuen Herausforderungen.

Probleme mit BYOD und anderen aktuellen Trends? UCC könnte die Lösung sein

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» Von Konrad Broggi, 23.08.2012 14:40.

Der Autor ist Director Consulting Services der connectis AG.

Die Unternehmenskommunikation befindet sich in einem rasanten Wandel. Mit der steigenden Anzahl an flexiblen Arbeitsplätzen entstehen nicht nur neue Arbeitsstrukturen, vielmehr ändert sich auch das organisatorische Umfeld. So verlassen heute im Schnitt 60 Prozent der Unternehmensdaten das Büro, Tendenz steigend. Aber auch auf der technologischen Seite tut sich einiges, etwa im Bereich der Mobilität, der Virtualisierung oder im Cloud Computing. Unified Communications & Collaboration – die Bündelung verschiedener Anwendungen für Kommunikation und Zusammenarbeit – trägt diesem Wandel Rechnung und bietet dafür moderne Kommunikationslösungen.

Drei neue Kommunikationstrends

Vor allem drei aktuelle Trends stehen bei der UCC-Integration aktuell im Vordergrund:

  1. Bring Your Own Device (BYOD): Trendanalysen zeigen ein zunehmendes Bedürfnis bei der Integration mobiler Technologien. Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets sind, dank massiver Leistungssteigerung und revolutionären Benutzeroberflächen, nicht mehr aus dem Arbeitsalltag wegzudenken. Privat- und Firmen­endgeräte verschmelzen zu einem Trend, für den jedoch die wenigsten Unternehmen bereit sind: BYOD. Die neue Mobilität und die stark durch den Anwender geprägte Nutzung der Geräte (Consumerization) bergen neue Risiken, die zusätzliche Sicherheitsstandards erfordern. Die Hoheit der IT-Abteilung über den Schreibtisch der Mitarbeitenden geht verloren.
  2. Video: Verschiedene UC-Hersteller haben den Videotrend erkannt und eigene Videostrategien entwickelt. Im Geschäftsleben werden Peer-Videos und Videokonferenzen zwar bereits verbreitet eingesetzt, haben aber nach wie vor ein hohes Marktpotenzial, da sie Kostensenkungen sowie Produktivitätssteigerungen ermöglichen. Zudem sind die Investitionskosten für diese Techniken stark gesunken und werden weiter sinken. Videos werden künftig über Mobiles/Smartphones, Tablets sowie über Browser und Webapplikationen genutzt. Durch neue Codierungen werden höhere Auflösungen mit
    gleicher Bandbreite möglich. Videos gelten als die «Voice» von Morgen. Gemäss einer Studie des IT-Marktforschungsunternehmens Gartner dürften im Jahr 2015 weltweit mehr als 200 Millionen Menschen an ihrem Arbeitsplatz den Austausch über Videokonferenzen nutzen. Dieses «Videofonieren» bietet gegenüber dem Telefonieren erhebliche Vorteile, da es einen umfassenderen Austausch zwischen den Gesprächspartnern ermöglicht. Nonverbale Elemente der Kommunikation – wie Auftreten, Gestik und Mimik – haben mit 55 Prozent einen bedeutenden Anteil an der Reaktion der Gesprächspartner.
  3. Social Media: Soziale Netzwerke spielen im Geschäftsleben eine immer wichtigere Rolle, insbesondere im Contact-Center-Umfeld. Social-Media-Plattformen bieten heute unter anderem Instant Messaging & Presence, Telefonie, Blogs oder auch Kontaktdatenbanken. Weitere Funktionen, wie zum Beispiel Telefonie mit Google Mail/Google+ oder Videochat mit Facebook, sind wahrscheinlich. Dies wirft die Frage auf, ob Social Media eventuell das Potenzial hat, UCC-Lösungen zu ersetzen. Derzeit ist diese Frage noch klar mit Nein zu beantworten. Einerseits fehlen wichtige Funktionalitäten, andererseits bestehen im Bereich der Datensicherheit zu viele Risiken, zum Beispiel aufgrund des Kont­rollverlusts über die Medienströme oder der fehlenden Zugangskontrolle und Mandaten­fähigkeit. Trotzdem bieten die sozialen Netzwerke bedeutende Vorteile wie weltweite Verfügbarkeit, hohe Nutzerakzeptanz, geringer Schulungsbedarf, effiziente Informationsgewinnung, geringe Betriebskosten sowie direkte Kundenanbindungen. Dieses Potenzial gilt es, durch die Integration von Social Media in eine umfassende UCC-Lösung zu nutzen. Dies bedingt aber andererseits die Integration geeigneter Kommunikationsschnittstellen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Die Vorbereitung machts

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