Big Data Hosting

Die riesigen Datenmengen stellen nicht nur Anwenderunternehmen, sondern auch Service Provider vor neue Herausforderungen. Mit einer rein quantitativen Aufrüstung der Systeme ist es nicht getan, notwendig sind intelligente Lösungen, die das Datenaufkommen ohne Leistungs­einbussen optimieren.

Für Big-Data-Hosting sind intelligente Lösungen gefragt.Für Big-Data-Hosting sind intelligente Lösungen gefragt, die eine effiziente Nutzung versprechen.

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» Von Diethelm Siebuhr, 13.07.2012 09:37.

Der Autor ist Geschäftsführer Central Europe bei Easynet Global Services in Hamburg.

Big Data ist neben Cloud Computing und mobilen Systemen derzeit eines der Top-Themen der IT. Der weltweite Datenbestand verdoppelt sich etwa alle zwei Jahre. Rechenzentrumsbetreiber denken heute nicht mehr in Tera-, sondern in Petabyte, das heisst, man ist inzwischen schon bei Grös­senordnungen von 1015 Bytes angelangt. Global gesehen ist neuerdings das Zettabyte (1021) en vogue: Um 1,8 Zettabyte soll 2011 die globale Datenmenge gewachsen sein. Vermutlich werden wir auch noch das Yottabyte (1024) erleben.

In der Terabyte-Ära liess sich das Datenwachstum in der Regel noch problemlos durch zusätzliche Speicher-, Verarbeitungs- und Übertragungskapazitäten auffangen. Die entsprechenden Technologien entwickelten sich quasi parallel zu den Datenmengen. Zwar nahmen die Kosten für die Speicherung insgesamt zu, pro Byte sanken sie aber drastisch. Ältere IT-Nutzer können sich vielleicht noch an die ersten 10-MB-Festplatten für PCs erinnern, für die damals noch an die 4000 Franken hinzublättern waren. Heute sind 10 MB für knapp 0,006 Franken zu haben, wobei ein einziges hochauflösendes Foto schon mehr Platz benötigt. Auch wenn die ständige Verkleinerung und Verbilligung von Systemkomponenten und -medien irgendwann an eine technische Grenze stossen muss – denn Atome lassen sich nun mal nicht verkleinern – besteht  das Problem weniger darin, diese Datenmengen auf geeigneten Medien unterzubringen, sondern mit vertretbarem Aufwand verarbeiten und verwalten zu können.

Die Ursachen für das enorme Datenwachstum sind vielfältig, wobei zwei im Vordergrund stehen. Zum einen erzeugt die IT selbst immer mehr Daten. Die fortschreitende Digitalisierung von technischen Prozessen führt dazu, dass immer mehr entstehen, etwa Daten von digitalen Messfühlern, Log-Daten, RFID-Daten, Bewegungsdaten, GPS-Daten und alles, was die digitalen Systeme untereinander austauschen. Jeder Zugriff auf ein Lager, jeder Prozess­schritt in der Fertigung, jeder Kassenvorgang erzeugt eine Flut von Daten, die kon­solidiert, ausgewertet und gespeichert werden müssen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: User-generierte Datenflut

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