Basel III: Neue Anforderungen an die IT

Neue Regulierungsvorschriften sind in der Regel mit hohen Umsetzungskosten verbunden. Mit «Basel III» tritt ab 1. Januar 2013 eine überarbeitete Banken­regulierung in Kraft. Was bedeutet das für die Banken-IT?

  

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» Von Von Daniel Sigrist & Kurt Häusermann, 11.01.2012 07:01.

Schon seit 1988 legt der «Basler Ausschuss» weltweit gültige Standards für das Banken­geschäft fest. Derzeit setzt sich das Gremium aus Vertretern von Aufsichtsbehörden und Zentralbanken aus 27 verschiedenen Ländern zusammen – darunter auch die Schweiz. Damit die Regulierungen in den Ländern Rechtskraft erlangen, müssen sie in nationales Recht umgesetzt werden; in der Schweiz etwa durch Verordnungen und FINMA-Rundschreiben, in der EU über sogenannte Eigen­kapitalrichtlinien, die in den Mitgliedsländern in nationales Recht umgesetzt werden.

Aufgrund des technologischen Fortschritts und der sich verändernden Struktur der Bankenlandschaft (z.B. durch Zusammenschlüsse) entsprachen die Anforderungen des ursprünglichen Regelwerks jedoch immer weniger dem aktuellen Bankengeschäft.

Basel II: die drei Säulen

Mit Basel II, der Überarbeitung der Basler Eigenkapitalvereinbarung, sollte auf Anfang 2007 eine zeitgemässe, weltweite Bankenregulierung in Kraft gesetzt werden. Basel II besteht aus drei Säulen:

  • Eigenkapitalvorschriften sollen die minimale Kapitalunterlegung von Kredit-, Markt- und neu auch operationellen Risiken festlegen. Dabei haben Banken die Wahl zwischen Standard­ansätzen und internen Modellen. Letztere setzen zwar eine Bewilligung und enge Überwachung durch die zuständigen Bankaufsichtsbehörden voraus, führen aber wegen ihrer höheren Messgenauigkeit zu tie­feren Eigenkapitalanforde­rungen als die eher grob­en Standardansätze.
  • Definierte aufsichtsrechtliche Prozesse verpflichten die Aufsichtsbehörden zu raschem und entschlossenem Eingreifen, sollten sie bei
    ihren Banken nicht oder nur ungenügend mit Kapital unterlegte Risiken feststellen.
  • Eine bessere Transparenz seitens der einzelnen Banken soll die disziplinierende Wirkung des Markts verstärken.

Vor dem Hintergrund der damaligen Über­regulierungsdebatte und der damals hohen Profitabilität der weltweit tätigen Grossbanken galt Basel II als grosser Wurf. Aus heutiger Sicht sind die Schwächen allerdings offenkundig.

Auf der nächsten Seite: Basel III: Das ist neu.

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