Aus Kostentreiber wird Kostensenker

Es wird wieder in IT investiert. Vor allem die Segmente Virtualisierung, Cloud Computing und Sicherheit profitieren vom Aufwärtstrend. Ein massiver Kostenblock bleibt bei all den Kalkulationen allerdings oft unbeachtet: das Speichermanagement.

Fotolia.de">
Bild: © GoodMood Photo / Fotolia.de
  

» Von Hermann Wedlich, 25.05.2011 06:00.

Der Autor ist Senior Principal Manager Security Solution bei Symantec

Der Unternehmens-IT stehen bessere Zeiten bevor: Neuinvestitionen sehen Marktforscher in erster Linie in den IT-Bereichen Security, Virtualisierung, Cloud Computing und Storage. Vor allem letzterer Bereich konnte in den letzten Jahren zu­legen. Ein genauer Blick in die Management-etagen verdeutlicht, weshalb Storage unabhängig von der Konjunktur gedeiht: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zählt das Sammeln, Auswerten, Analysieren und Nutzen von Informationen zu den wichtigsten Steuermechanismen der Unternehmensführung.

Hinzu kommt der Sammelwahn, der durch Gesetze befeuert wird. Um jederzeit juristische Anfragen beantworten zu können, archivieren Firmen nahezu alles. IDC schätzt, dass sich das generelle Datenaufkommen jährlich um 40 Prozent erhöht. Entsprechend wächst das Daten­volumen in den SAN-, NAS- und DAS-Systemen. IT-Verantwortliche reagieren darauf oft unangemessen: Mit neuen Investitionen in zusätzliche – vermeintlich günstige – Storage-Hardware. Hinzu kommen Ausgaben für das entsprechende Personal, für Wartungsverträge und die Pflege mehrerer Managementwerkzeuge.

Wachstum klug begegnen

Wer dem Wachstum nur mit noch mehr Kapazität begegnet, stösst irgendwann an wirtschaftliche Grenzen. Wesentlich effizienter, ökonomischer und damit klüger lösen zentrale Storage-0Resource-Management-Lösungen (SRM) das Speicherproblem. Vor allem in verteilten System­umgebungen können diese hohe Sparpotenziale identifizieren, denn Rechenzentren sind heute alles andere als homogen. Verschiedene Hersteller und Technologien erschweren es den Verantwortlichen, hier den Überblick zu behalten. Dies führt zu isolierten Speicherinseln, die am Ende dürftig ausgelastet sind.

Dies belegen auch Zahlen des IDC-Analystenteams. Demnach liegt die durchschnittliche Auslastung der Speichersysteme in einem Storage Area Network (SAN) gerade mal bei 35 bis 40 Prozent. Anders ausgedrückt: Hier liegen budgetierte Ressourcen brach, die an anderer Stelle fehlen. Ein weiteres Manko des unwirtschaftlichen Speichermanagements ist die Arbeitsbelastung von Systemadministratoren. Sie sind aufgrund der unterschiedlichen Storage-Umgebungen gezwungen, die gesamte Infrastruktur im Unternehmen und den diversen Niederlassungen mit mehreren und proprietären Devicemanagern zu verwalten. IT-Leiter verwenden 90 Prozent ihrer Zeit für das Aufrechterhalten des Betriebs und kaum noch für Innovationen. Hinzu kommen Kosten, die durch den Ausfall von Applikationen auftreten – bedingt durch Missstände in der Speicherinfrastruktur.

Gründe genug für die Implementierung einer intelligenten SRM-Lösung – erst recht, wenn der Return on Investment (ROI) ins Kalkül gezogen wird. Erfahrungsgemäss lässt sich ein ROI bereits nach wenigen Monaten erreichen. Ziel ist die effiziente Nutzung der riesigen Mengen teurer und ungenutzter Speicherkapazitäten.

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der IDG Communications AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.