Auf dem Weg zum flexiblen Arbeitsplatz

Virtualisierte Desktops schaffen optimale Vorausetzungen für den mobilen Arbeitsplatz. Doch die Technik ist nur die eine Seite der Medaille.

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» Von Christof Koller und Cyrill Durrer, 01.08.2011 06:00.

Christof Koller ist Geschäftsführer der Triasys AG in Dübendorf, Cyrill Durrer ist Technical Account Manager bei der Transtec AG in Rümlang.

Unsere Welt wird immer mobiler. Viele verfügen zwar nach wie vor über einen Arbeitsplatz im Unternehmen, an dem sie aber nur noch selten sitzen. Stattdessen sucht der Verkäufer seinen Kunden dort auf, wo immer dieser gerade am Arbeiten ist, der Betriebsleiter ist statt im Büro in den Produk­tionshallen unterwegs, der Architekt auf seinen Baustellen etc. Dort werden dann alle Informationen gebraucht – auch solche, von denen man vorher gar nicht wusste, dass man sie brauchen würde. Wer sich mit seinem mobilen Device von überall mit dem eigenen Firmennetz verbinden kann, hat hier einige wesentliche Vorteile:

- Alle Daten sind standortunabhängig immer und überall verfügbar,

- der Stand der Technik erlaubt heute bequemen Zugriff auf die gewohnte Arbeitsumgebung inkl. aller Daten,

- die Mobilnetze können inzwischen mit den Datenübertragungen umgehen

- und nicht zuletzt ist die Akzeptanz bei den Benutzern für die neuen mobilen Devices der iPad-Generation sehr hoch.

Neue Risiken, neue Chancen

Auf die Administratoren der Unternehmens-IT kommt mit dem Einzug der mobilen PCs, Tablets und Smartphones allerdings eine grosse Herausforderung zu. Obwohl die Geräte nicht mehr permanent am Netzwerk hängen, müssen Anwendungen und Daten trotzdem immer aktuell verfügbar sein. Dies hat unmittelbare Konsequenzen für die Datensicherheit, denn die Mitarbeiter nehmen bewusst oder unbewusst Daten aus der Firma mit.

In diesem Spannungsfeld bietet die Desktop-Virtualisierung eine mögliche Lösung an. Deren grosser Vorteil: Der Nutzer arbeitet nach wie vor in seiner individuellen Arbeitsumgebung, nur dass diese – unbemerkt vom Anwender – als virtueller PC in einem Rechencenter läuft. Was für eine Hardware eingesetzt wird, spielt eine untergeordnete Rolle. Und noch ein neuer Trend greift um sich: Die Mitarbeiter und Abteilungen tragen ihre eigenen persönlichen Gerätewünsche an die IT-Verantwortlichen heran oder bringen gleich ihre eigenen Devices mit.

Je nach Tätigkeitsbereich machen unterschiedliche Geräte auch tatsächlich Sinn. In der Vergangenheit musste dann die spezifische Konfiguration für jedes der verschiedenen Geräte extra vorgenommen werden – viel Aufwand. Nicht so bei einem virtualisierten Desktop. In zehn Minuten ist der Zugriff konfiguriert, der Mitarbeiter kann weiterarbeiten. Auch bei einem Gerätedefekt ist der Wechsel in wenigen Minuten vollzogen. Unterschiedliche Lösungen mit Tablets wie iPad, Xoom oder Windows-Tablets sind relativ einfach zu realisieren. Auch über Smartphones kann auf den persönlichen PC zugegriffen werden. Die Hauptvorteile der Desktop-Virtualisierung sind also die ein­fachere Verwaltung sowie die Sicherheit.

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KOMMENTARE

Klaus Ludwig: 05-08-11 19:47

Virtuelle Arbeitsumgebung mit WEB 3.0

Hier geht ein Unternehmen aus Bayern noch einen Schritt weiter. Es handelt sich dabei um die erste WEB 3.0 gestützte virtuelle Arbeitsumgebung im Internet, die von jedermann genutzt werden kann. Diese Plattform ist unter der URL http://www.netexx.com erreichbar. Neben einem virtuellen Desktop bietet sie die Möglichkeit des Datenaustausches mit dem lokalen PC oder Rechner mit anderem Betriebssystem und hat darüber hinaus Features der Sozialisierung und Vernetzung mit anderen Benutzern integriert. Auch ist es möglich, daß ein registrierter Benutzer seine eigene Internet - Präsenz mit Hilfe dieser Plattform realisiert, das heißt, daß er seinen eigenen virtuellen Arbeitsplatz als WEB - Server für eigene Seiten und Projekte nutzen kann. Dieses Angebot bietet zusätzlich die Möglichkeit, auf bis zu 4000 vorinstallierte Anwendungen online zuzugreifen und diese zu benutzen. Damit ergibt sich eine außerordentliche Flexibilität für den Benutzer. Die Sicherheit gegen Hackerangriffe wird durch die neuen WEB 3.0- Standards gewährleistet. Die Datenübertragung vom Anwender zur virtuellen Umgebung geschieht über SSL 3, die empfangenen Daten werden anders, als bei anderen Systemen, rein grafisch an den Anwender übermittelt. Ein Mitschnitt der Übertragung, beispielsweise durch Spionageprogramme kann daher nicht erfolgreich sein.
Derzeit ist der virtuelle Desktop als SuSE LINUX KDE - Umgebung realisiert. Die Integration weiterer Betriebssysteme mit ihren Anwendungsprofilen ist aber vorgesehen. Auch ein speziell angepaßter Desktop für Tablet - PCs und Smartphones dürfte bald zur Verfügung stehen, sobald diese über die Möglichkeit verfügen, Online JAVA - Applets in Ihrem Browser auszuführen.

Das Angebot erscheint vorallem interessant, für Privatanwender, Selbständige, sowie Kleinunternehmen, die nicht über die Kapazitäten verfügen, ein virtuelles Desktop - System selbst auf eigenen Servern zu realisieren. Natürlich bietet netexx.com auch komplette Mietserver auf dieser Basis für mittlere und größere Unternehmen an und ist auch in der Lage, Inhouse - Systeme dieser Art für Großunternehmen auf deren Servern zu realisieren.

Der Monatsbeitrag für die Nutzeung eines virtuellen Arbeitsplatzes ist derzeit EUR 19,-- und beinhaltet alle dargestellten Features. Für geringere Ansprüche stehen auch Account - Modelle mit geringerem Funktionsumfang kostengünstiger zur Verfügung. Zufriedene Benutzer erhalten weiter die Möglichkeit, durch Empfehlungen am Erfolg des Unternehmens teilzuhaben.

Alle Informationen zu diesem Angebot können auf http://www.netexx.com eingesehen und auch heruntergeladen werden. Für Fragen steht eine Hotline zur Verfügung, die ohne Zusatzkosten erreichbar ist.

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