6 Schritte zu erfolgreichem Change Management

Neue Arbeitsabläufe im Unternehmen zu implementieren, kann mitunter problematisch sein. Denn die Mitarbeiter halten gerne an alten Strukturen fest. Diese Tipps helfen, die Mitarbeiter zu überzeugen, dass neuer auch besser ist.

» Von Fabian Vogt , 20.05.2014 15:00.

weitere Artikel

Bildergalerie

Bildergalerie

Werden neue Prozesse eingeführt, gefällt das Mitarbeitern in der Regel nicht. Zu sehr hat man sich an die eingeschliffenen Arbeitsmuster gewöhnt. «Es hat doch bisher bestens funktioniert», «die neuen Prozesse sind nicht auf unserer Arbeitswelt zugeschnitten» oder «wieder so eine merkwürdige Entscheidung aus dem Top-Management», gibt es dann zu hören.

Diese Argumente seien aber selten so gemeint, sagen Neurologen. Stattdessen liegen dem Widerstand zumeist Angst-, Zorn- oder Trotzgefühle zugrunde. Die Experten haben festgestellt, dass Arbeitsroutinen im Gehirn Spuren hinterlassen. Es würden «Datenautobahnen» aufgebaut. Diese Verhaltensmuster zu ändern würde Unbehagen auslösen, man möchte in der gewohnten Fahrspur bleiben. «Deshalb fallen Mitarbeiter schnell in die alten Gewohnheiten zurück oder torpedieren massiv die Veränderungen», sagt Hansjörg Zahradnik, Senior Berater der Unternehmensberatergesellschaft «next level consulting». Projektmanager, die neue Prozesse entwickeln und einführen, dürfen darum nicht nur sachlich mit ihren Mitarbeitern argumentieren. Folgende sechs Strategien sollen gemäss Zahradnik helfen, «auch die Herzen ihrer Mitarbeiter für ihre Ziele zu gewinnen».

1. Veränderungen begründen, Ziele erklären

Mitarbeiter wollen die Hintergründe für neue Arbeitsabläufe verstehen. Sie wollen wissen, ob nur an kleinen Schräubchen gedreht wird oder ob grosse Umstellungen und Reorganisationen bevorstehen. Für den Projektmanager bedeutet dies: er muss diese Fragen beantworten können – und deshalb die Hintergründe seines Auftrags klären. «Profis fragen bei der Geschäftsführung genau nach, welches Ziel mit dem Veränderungen verfolgt wird, welche Umstände diese Veränderungen ausgelöst haben und welche strategischen Vorteile der Wandel für die Zukunft des Unternehmens bringt», sagt Hansjörg Zahradnik.

2. Die Betroffenen einbeziehen

Hinter dem Rücken von Betroffenen lassen sich heute kam noch geänderte Arbeitsabläufe durchsetzen. «Entscheidend ist es, unter den Betroffenen Verbündete zu finden und diese Förderer fest ans Projekt zu binden», sagt Hansjörg Zahradnik. «Diese Förderer können, wenn sie Meinungsführer sind, die Stimmung im Betrieb für das Projekt begünstigen.»

Erfahrene Projektmanager sollten dabei dem «ADKAR-Prinzip» folgen:

  • Awareness: Sind sich die Betroffenen über das Vorhaben im Klaren? 
  • Desire: Wie sehr wünschen sich Mitarbeiter die Veränderungen. Wie kann man auch Kollegen gewinnen, die die Pläne ablehnen.
  • Knowledge/Abilities: Welches Wissen und welche Fähigkeiten brauchen die Mitarbeiter, um sich in die neuen Abläufe einarbeiten zu können?
  • Reinforcement: Was kann der Projektmanager tun, damit nach Projektende die neuen Arbeitsabläufe eingehalten werden?

Lesen Sie auf der nächsten Seite: nicht zu früh zu detailliert planen

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der NMGZ AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.