Seit letzter Woche steht eine neue Datenmanagement-Software zum Download im Netz bereit: Der Microsoft SQL Server 2008 (Codename «Katmai») vereint Datenverwaltung mit Business Intelligence, verfügt über erweiterte Berichts- und Analysedienste und soll jetzt auch für Data Warehousing
in grossem Umfang geeignet sein. Erhältlich ist die Lösung in sieben Varianten: Während der SQL Server Enterprise alle Funktionen umfasst, sind die restlichen Versionen weniger skalierbar und in ihren Funktionen eingeschränkter.
Mittlerweile locken alle Anbieter auch mit einer abgespeckten kostenlosen Lösung ihres Datenbankservers. Da diese Versionen in der Hardware-Unterstützung meist erheblich beschränkt sind und nur die Kernfunktionen der Datenbank mitbringen, eignen sie sich mit ihrer Architektur nicht unbedingt für eine grosse Anzahl gleichzeitig aktiver Benutzer.
Performance im Vordergrund
Oracle 11g wartet mit einer verbesserten Active-Directory-Integration und .Net-Anbindung sowie neuen Funktionen zur Datenkompression und -partitionierung auf. Auch beim Adaptive Server Enterprise 15 von Sybase gehören intelligente Partitionen, Verschlüsselung auf dem Datenträger und eine neue Optimierungstechnologie, die für eine deutliche Leistungsverbesserung sorgt, zu den zentralen Merkmalen. Aus der Partitionierung von Tabellen, wie sie bei allen untenstehenden Lösungen vorhanden ist, resultieren effizientere konkurrierende Zugriffe: In einer einzigen Tabelle können mehr Daten gespeichert werden, als auf eine einzelne Festplatte oder Dateisystempartition passen. Zusätzlich lassen sich unnütz gewordene Daten einfacher entfernen, wenn man nur eine Partition löschen muss.
Weitere Performance-Vorteile ergeben sich durch die Datenkompressionsraten von 50 bis 80 Prozent. Der einzig damit verbundene Nachteil ist die zusätzliche CPU-Belastung für die Komprimierung und Dekomprimierung der Daten.
Das populärste Open-Source-Datenbankverwaltungs-System von MySQL hat leider nicht nur bei dieser bewährten Funktion das Nachsehen, sondern auch bei XML
. Neben den Standard-SQL-Datentypen hat XML nämlich inzwischen in allen Unternehmensdatenbanken Einzug gehalten – ausser bei MySQL.