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Marktübersicht: Von der Server-Box bis zum Notebook

24.07.2008 | 08:54 Uhr

Thin Clients sind heute mehr als dumme Arbeitsstationen. Die Bandbreite reicht vom Server-Display bis zum portablen PC.

(smk) , (rv)

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Leistungsstarke Server machen in vielen Unternehmen die vollwertigen Desktops an den Arbeitsplätzen überflüssig. Oft genügen Kleinstrechner, die sogar ganz ohne Speicher auskommen, wie der Ray 2 von Sun. Der Thin Client ist ein reines Display für die Ray Software 4 auf dem Server, die allerdings nur unter Solaris, Java und Linux läuft. Ebenso spartanisch: Als einziges Gerät im Vergleich besitzt der Ray 2 USB-1.1-Schnittstellen, nicht die schnellere Version USB 2.0. Positiv fällt der eingebaute Smartcard-Leser auf. Dafür müssen Unternehmen bei fast allen Konkurrenten Extrakosten einkalkulieren. Sparen ist auch beim Preis angesagt, denn mit circa 360 Franken ist Ray 2 das günstigste Produkt.

SDD-Laufwerk statt Festplatte

In den übrigen vier Thin Clients im Vergleich haben die Hersteller jeweils einen Prozessor, Arbeitsspeicher und ein SSD-Laufwerk (Solid State Disk) für die lokalen Daten verbaut. Fujitsu Siemens und HP setzen auf Desktop-CPUs von AMD, die leistungsstark und günstig sind, aber auch vergleichsweise viel Strom verbrauchen. Im M510w von Mylo arbeitet hingegen ein stromsparender AMD-Geode-Chip mit 500 MHz – die niedrigste Taktrate aller verglichenen Thin Clients. Der Wyse X90 basiert passend zum Notebook-Konzept auf dem Mobilprozessor C7-M von VIA. Er ist mit 1,2 GHz nominell der schnellste Chip im Vergleich.

Beim Arbeitsspeicher sind sich die Produzenten nahezu einig und rüsten die Clients mit 512 MByte aus. Diese Bausteine dienen dem System aber nicht nur als Arbeitsspeicher, vielmehr nutzen ihn auch die Grafikprozessoren, denen jeweils ein Viertel der Speicherkapazität zugeordnet wird. Der Mylo folgt dieser Vorgabe, allerdings stehen dem User nur 256 MByte RAMLexikon und 64 MByte Shared Memory für Grafik zur Verfügung. Nicht mehr zeitgemäss angesichts der niedrigen Flash-Speicherpreise.

Robust sind alle vier Thin Clients, denn sie kommen ohne bewegliche Teile aus. SSD-Laufwerke mit 256 bis 1024 MByte ersetzen die Festplatte. Im Durchschnitt schnellere Zugriffszeiten und ein geringerer Stromverbrauch sind weitere Vorteile der Flashspeicher im Vergleich mit herkömmlichen, mechanischen und damit anfälligeren Harddisks.

Notebook als Thin Client

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Quasi als Thin Client zweckentfremdet hat Wyse sein X90. Das abgespeckte Notebook bringt Tastatur, Maus, Display und einen Smartcard-Reader gleich mit. Dank eines serienmässigen Akkus kann es auch ausserhalb des Büros verwendet werden. Prozessor, Grafikchip und 512 MByte Arbeitsspeicher genügen für eine elektronische Schreibmaschine, die allerdings auch die grössten Investitionen erfordert. Mit rund 880 Franken ist das Wyse das teuerste Gerät im Vergleich.

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