Testcenter

Wirksamer Turbo für WAN-Verbindungen

27.09.2007 | 09:48 Uhr

WAN-Optimierer beschleunigen den Datenverkehr über schmalbrüstige Verbindungen zwischen zwei Unternehmensstandorten. Mit den Appliances von Blue Coat und der dazu passenden Client Software kommen nun auch mobile Anwender in den Genuss des erhöhten Datendurchsatzes. Wir haben getestet, was es bringt

Andreas Wurm

Andreas WurmLexikon ist Journalist in München.

Die Hardware Appliance im LAN kümmert sich um eine möglichst optimale Datenübertragung.
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Die Hardware Appliance im LAN kümmert sich um eine möglichst optimale Datenübertragung.

Wenn Datenpakete das lokale Netzwerk verlassen und sich ins WAN stürzen, werden sie abrupt abgebremst. Damit die Informationen trotzdem ohne lange Verzögerungen beim Empfänger eintreffen, kann man die Datenübertragung beschleunigen – beispielsweise mit dem WAN-Optimization-Controller (WOC) von Blue Coat. Für den Anwender, der remote mit dem Notebook auf den Firmenserver zugreift, besteht das System aus einer Appliance im Rechenzentrum der Firma und einer Client-Software auf dem Laptop des Users. Ein solches Gespann trat zum Test an.

Installation als «In-Path»-System

Das Testgerät, ein Blue Coat WOC SG 200C, verfügte über ein GByte RAMLexikon, eine Festplatte mit knapp 140 GByte Platz sowie einen Transmeta-Prozessor mit 800 MHz. Als Test-PC kam ein Rechner mit 500 MHz und 512 MByte RAMLexikon zum Einsatz – da genau diese Eckwerte von Blue Coat für den Einsatz der Client Software empfohlen werden. Im Testcenter wurde die WOC-Appliance am selben Switch angeschlossen wie der Fileserver. Auf der anderen Seite war das Gerät mit einem Router verbunden.

Damit wurde die so genannte «In Path»-Variante realisiert. Dazu muss man wissen, dass sich WOC-Appliances prinzipiell auf zwei Arten betreiben lassen. Bei der «In-Path»-Variante sitzt die Box direkt im Datenpfad zwischen lokalem Netz und WAN-Router. «Out-of-Path»-Systeme sind hingegen entweder direkt über den LAN-Switch oder über ein eigenes geroutetes IP-Netz mit dem LAN verbunden. Für diese Variante werden allerdings ein WCCP-fähiger Router (Web CacheLexikon Communication Protocol) oder Policy-Based Routing benötigt, um den zu beschleunigenden Verkehr über die WOC-Appliance umzuleiten. Und die «In-Path»-Installation hat noch einen weiteren Vorteil: Sollte die WOC-Hardware einmal ausfallen, schaltet in deren Innerem ein Relais auf «Durchzug», wodurch die Box zum Kabel wird. Daten gelangen dann wenigstens unbeschleunigt zum GatewayLexikon. Bei «Out-of-Path»-Systemen gibt der Router in einem solchen Fall gar keine Daten mehr weiter.

Leichte und flexible Konfiguration

Um die WOC-Appliance zu konfigurieren, kann der Administrator über eine serielle Schnittstelle dem Gerät eine IP-Adresse geben, das Subnetz einstellen und die DNS-Server benennen. Zudem lässt sich die IP-Adresse jenes Routers vergeben, der die Datenpakete ins WAN schickt. Über die serielle Schnittstelle lässt sich der Zugriff auf die Appliance auf bestimmte PC einschränken, was die Sicherheit erhöht. Sind diese ersten Einstellungen erledigt, kann der Administrator für weitere Anpassungen über einen Java-fähigen Webbrowser auf das Gerät zugreifen.

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