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Test: Voll virtuell - Schweizer Post

16.09.2009 | 12:07 Uhr

Swiss Post Box ist der virtuelle Briefkasten für Ihre physische Post. Briefe lassen sich per Mausklick scannen und drucken. Wie gut funktioniert der junge Dienst?

Das Portal überzeugt durch Übersicht und Komfort
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Das Portal überzeugt durch Übersicht und Komfort

Sie kennen das Problem: Ständig unterwegs, keinen Zugriff auf den Briefkasten oder fehlende Zeit, die Post abzuholen. Mit der «Swiss Post Box» soll dies der Vergangenheit angehören. Der Dienst der Schweizer Post informiert Sie über eintreffende Briefe per E-Mail. Sie entscheiden daraufhin, ob diese geöffnet und gescannt, vernichtet oder Ihnen physisch zugestellt werden sollen. Computerworld hat Swiss Post Box während Wochen getestet.

Nicht in Landessprachen

Sinnvolle E-Mails informieren über  den Absender
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Sinnvolle E-Mails informieren über den Absender

Beim englischsprachigen Registrierungsprozedere müssen sich Anwender zunächst für eines von drei Angeboten entscheiden: «Single easy», «Liberty plus» oder «Professional». Diese unterscheiden sich hauptsächlich bei der Anzahl im Preis inbegriffener Seiten. Bei Ersterem sind dies lediglich deren 10 – eine erstaunlich tiefe Zahl für teure Fr. 19.90 pro Monat. Nur das mittlere Angebot für monatlich Fr. 49.50 ist sinnvoll. 60 gescannte Seiten sollten für die wichtigste Post ausreichen. Ausschliesslich für Firmenkunden geeignet ist das Professional-Angebot, das 145 Franken monatlich kostet. Inbegriffen sind 200 gescannte Seiten, die auf insgesamt zwölf verschiedene Empfänger verteilt werden können.

Wenige Tage nach dem Abschicken des Onlineformulars trifft ein physischer Brief ein, der das weitere Vorgehen erklärt – wieder in Englisch. Ein Unding, dass der Dienst der Schweizer Post nicht in den Landessprachen angeboten wird.

Komfortable Nutzeroberfläche

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Sobald das ganze Anmeldeprozedere abgeschlossen ist, wird Ihnen eine neue Postanschrift (siehe Screenshot) sowie ein Login für die Swiss Post Box zugestellt. Wollen Sie Ihre Post elektronisch erhalten, müssen Sie den betroffenen Firmen eine Adressänderung kommunizieren. Wer komplett auf den virtuellen Briefkasten umsteigen will, muss nach dem zeitintensiven Anmeldeverfahren erneut viel Administratives erledigen.

Aber das lohnt sich: Im Computerworld-Test funktionierte die Swiss Post Box tadellos. Der Dienst generiert für jedes Couvert eine Mail mit eingescanntem Cover. Per Mausklick lässt sich der Brief weiterverarbeiten: Geben Sie den Befehl zum Öffnen und Scannen oder lassen Sie unerwünschte Post schreddern. Nach erledigtem Vorgang verschickt der Dienst erneut eine praktische Infomail. In unserem Test war ein dreiseitiger Brief bereits nach 2:12 Stunden einsehbar. Ein sehr schneller Wert. Die eingelesenen Briefe lassen sich als PDFauf dem PC archivieren. Negativ: Leider sind die Dokumente nicht durchsuchbar. Das Kopieren der Referenznummer eines Einzahlungsscheins ist also zum Beispiel nicht möglich.

Fazit: Das Einrichten des Dienstes dauert seine Zeit. Sobald dies abgeschlossen ist, sparen Anwender mit Swiss Post Box enorm viel Zeit. Die praktischen E-Mails bewahren vor nutzlosem Einloggen. Das Scannen der Post geht schnell, und die Briefe lassen sich in elektronischer Form archivieren. Die Nutzeroberfläche lässt sich in jedem Browser benutzen und ist komfortabel zu bedienen.

Swiss Post Box

Preis: ab Fr. 19.90 pro Monat
+ Übersichtlich, E-Mail-Benachrichtigung, schneller Service, PDFLexikon-Export
- Nur in Englisch, teuer
www.swisspostbox.com

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