JETZT ABONNIEREN
Computerworld 15/2010
easyFairs
easyFairs
Die Schweizer
IT-Messe in Bern

13./14. Oktober 2010

» Agenda learnShops

Kostenlose Registrierung für Messe & learnShops:
» jetzt anmelden

ÜBERFLIEGER
ÜBERFLIEGER
Online-Game: Team-Trophy 

Gewinne mit Deinem Team die Überflieger-Party!

» jetzt anmelden

MOBILE APP STORES
MOBILE APP STORES
Alles über App Stores: 07.09.2010, Lake Side Zürich

» jetzt anmelden

GARTNER
GARTNER
Supply Chain Executive Conference, London, 13. - 14. September 2010

» jetzt anmelden

Business-Software

Open-Source-ERP für KMU

09.09.2005 | 16:15 Uhr

Die Zürcher Integratio zeigt mit einem Service-Paket, was die quelloffene ERP-Suite SQL-Ledger alles kann.

vergrößern

Philippe Baumann, Geschäftsleiter der mit Dienstleistungen für Banken gross gewordenen Zürcher IT-Beraterin Integratio, sieht die Zeit reif für einen Gesinnungswandel bei Schweizer Business-Software-Anwendern des Mittelstands. Statt ausschliesslich auf proprietäre Software zu setzen, könnten KMU bei der Produktauswahl künftig auch Open Source Software (OSS) in Betracht ziehen, sagt Baumann. Um dem Paradigmenwechsel Vorschub zu leisten, plant Baumann, seine Firma, die hierzulande die Linux Solutions Group (Lisog) vertritt, als Dienstleisterin rund um Open-Source-ERP (Enterprise Resource Planning) zu etablieren.

Dabei gilt es primär, das Vertrauen der Anwender zu gewinnen. Zwar erfreut sich der Einsatz von OSS in der Schweizer Unternehmenslandschaft wachsender Bedeutung. Die Bereiche allerdings, in denen freie Software bislang Einzug hielt, sind eng umgrenzt: Vertreten sind Linux als Betriebssystem für Server und Thin Clients sowie Webserver unter Apache. Auf der Applikationsebene konzent-rieren sich die Anwenderfirmen vorwiegend auf Entwicklungsumgebungen, diverse Content-Management-Systeme (CMS), Firefox als Browser und allenfalls auf Open Office als Büro-Suite. Wenig bis gar nicht im Einsatz hingegen ist OSS im Business-Software-Segment. Baumann sieht den Grund für die starke Untervertretung darin, dass es in der Schweiz an professioneller Unterstützung fehlt. «Der Geschäftsanwender braucht lokale Partner, die verbindlich hinter einem Produkt stehen», erklärt er.

Nach längerer Evaluation hat sich Baumann dazu entschieden, zusammen mit der Böbikoner Firma Leanux ein Dienstleistungspaket bestehend aus Bedarfsanalyse, Implementierung, Wartung und Schulung für SQL-Ledger zu schnüren. Es handelt sich dabei um ein quell-offenes, Web-basiertes ERPLexikon-System unter GPL-Lizenz (Gnu Public License), das Postgres-SQL, Oracle, oder DB2 als Datenbank verwendet und unter Unix, Linux, Mac OS X und Windows läuft. Die Suite ist branchenunabhängig für Firmen bis 50 Mitarbeiter geeignet und deckt neben der Finanzbuchhaltung das Beschaffungswesen, das Kundenauftragsmanagement und die Lagerverwaltung ab. Eine von der Suva zertifizierte Lohnbuchhaltungzertifizierte Lohnbuchhaltung soll folgen. Die Software wurde an die spezifischen Anforderungen der Schweiz angepasst.

Damit steht hiesigen KMU eine freie ERPLexikon-Lösung mit lokalen Service-Partnern zur Verfügung. Dass der Erfolg damit nicht garantiert ist, weiss auch Baumann: «KMU sind schwierig zu erreichen, und es herrscht Skepsis gegenüber OSS, etwa was die Rechtssicherheit betrifft.» Als weitere Hürde sieht er, dass vielen Anwendern nicht bewusst ist, dass quelloffene Software auch auf bestehenden Windows-Umgebungen betrieben werden kann. «Allein aufgrund der niedrigeren Unterhaltskosten wird kein KMU ein bestehendes, stabiles System wechseln», so Baumann, der sich Chancen am ehesten dann verspricht, wenn bei einer Firma ohnehin System-erneuerungen anstehen. Viel wichtiger sei es, dass die Firmen realisierten, dass sie mit dem Einsatz von OSS Teil einer Community würden, in der ein Austausch zwischen Entwicklern und Anwendern bestünde. «Dies erfordert zwar einen gewissen Aufwand, dafür gewinnt die Anwenderfirma wieder an Einfluss auf die Funktionalität der Software und kann indirekt von den Zusätzen und Weiterentwicklungen Anderer profitieren», frohlockt Baumann.

Integratio
SQL-Ledger

vergrößern

Lisog

Die Anfang 2005 in Stuttgart ins Leben gerufene Linux Solutions Group (Lisog) verfolgt das Ziel, den Einsatz von Linux-basierten Lösungen in Unternehmen im deutschsprachigen Raum zu fördern. Im Mai dieses Jahres konnte Lisog Novell Schweiz und Integratio für den Aufbau der Schweizer Aktivitäten gewinnen. Am 15. September 2005 führen die helvetischen Partner eine Auftaktveranstaltung in Zürich durch.

Lisog

      drucken   PDF   versenden  


anzeige

TOP BLOGS
ARTIKEL ZUM THEMA
NEWSLETTER
Abonnieren Sie jetzt!
» Infos zum Newsletter
CW-LEXIKON
UMFRAGE
Ist eine heimliche Sex-Affäre Grund für den Rausschmiss eines CEO?
Ja, der CEO hat eine moralische Vorbildfunktion
Ja, weil er damit dem Image der Firma schadet
Nur, wenn er dabei gegen Gesetze verstossen hat
Nur, wenn er damit in einen Interessenskonflikt gerät
Nein, alles was der Firma nützt ist gut
abstimmen