Storage

Hardware-basierte Storage-Virtualisierung

16.01.2008 | 08:41 Uhr

Speichernetzwerke werden immer komplizierter. Virtualisierung gilt als Ausweg – kann aber selbst auch zu unübersichtlichen Strukturen führen. Storage-Controller helfen dieses Risiko zu minimieren.

Kurt Aebi

Kurt Aebi ist Product Marketing Manager bei der Schweizer Hitachi Data Systems (HDS).

Bei der Virtualisierung ist es wichtig, dass am Ende eine überschaubare Infrastruktur entsteht.
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Bei der Virtualisierung ist es wichtig, dass am Ende eine überschaubare Infrastruktur entsteht.

Für allzu viele Betreiber ist die Versuchung gross, ihre Storage-Infrastrukturen projektbezogen durch die Anschaffung kostengünstiger Komponenten zu erweitern. Doch damit erhöhen sie immer auch die Komplexität ihrer Netzwerke. So sind Speichernetze anfänglich zwar ein wirksames Mittel, um bestehende Kapazitäten besser zu nutzen. Dieser Effekt schrumpft aber mit der wachsenden Komplexität der Netze, wenn nicht rechtzeitig konsolidiert wird. Müssen dann noch regulatorische Anforderungen wie etwa Basel II und SOX (Sarbanes Oxley Act) umgesetzt werden, ist die unerwünschte Speicher-fragmentierung unumgänglich. Beispiele dafür sind die Archivierung von Daten auf dedizierte Systeme, virtuelle Tape-Libraries und neue Funktionen wie De-Duplication und Thin Provisioning auf jeweils eigenen Plattformen. Doch auch dabei wird allzu oft ausgeblendet, dass eine Fragmentierung der Speicherlandschaft die Anfälligkeit und Abhängigkeit von Spezialisten wie die Betriebskosten erhöht.

Virtualisierung – das Allheilmittel?

Mit der Speichervirtualisierung stehen heute aber Technologien zur Verfügung, die diese fragmentierten Storage-Infrastrukturen unter einer Management-Ebene vereinen und harmonisieren. Allerdings darf bei der Realisierung einer virtuellen Speicherlandschaft das ursprüngliche Ziel, eine überschaubare Infrastruktur zu schaffen, nicht aus den Augen verloren werden. Denn grundsätzlich ist der Virtualisierungsansatz ja nicht neu. Virtuelle Maschinen gibt es schon seit den frühen Mainframe-Zeiten. Es kommt also auf die Umsetzung an.

Hardware als sichere Basis

Bei der Speichervirtualisierung sind Zuverlässigkeit und Integrität besonders wichtig. Gehen die Informationen über die Location der Daten verloren, sind eben auch die Daten selbst verloren. Grundsätzlich stehen drei Möglichkeiten der Virtualisierung zur Verfügung, um solchen Datenverlusten vorzubeugen.

Das sind erstens Softwarelösungen. Sie belasten jedoch die Server und das Netzwerk stark und skalieren nur sehr begrenzt. Ihr Einsatz beschränkt sich deshalb auf kleine Installationen. Ausserdem werden zwar neue Funktionen bis heute meist zuerst mittels Software implementiert, weil sich so Änderungen und Verbesserungen einfach und schnell umzusetzen lassen. Dennoch sind dieser Art der Realisierung Grenzen gesetzt, wenn höhere Effizienz und Zuverlässigkeit im virtuellen Umfeld erforderlich ist. Darum werden systemnahe Funktionen, die sich stabilisiert und bewährt haben, in der Regel microcodiert und später in die Hardware integriert. Beispiele sind Datenbank-Prozessoren, I/O-Prozessoren, RAID-Prozessoren, Filer oder TCP/IP-Stack-offload-Engines.

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