von Urs Bertschy
In SharePoint 2007 gehörte der
Business Data Catalog (BDC) mit zu den interessantesten Funktionen [1]. Diese Schnittstelle machte es möglich, Daten aus externen Systemen wie Datenbanken oder Line-of-Business-Anwendungen (CRM, ERP
etc.) innerhalb einer SharePoint-Umgebung verfügbar zu machen. Allerdings litt der BDC unter einigen entscheidenden Nachteilen. Es wurde lediglich der lesende Zugriff auf die externen Daten unterstützt, die Umsetzung von BDC-Lösungen war mangels geeigneter Entwicklungswerkzeuge eine umständliche und zeitraubende Angelegenheit. Außerdem stand der BCS nur in der teuersten SharePoint-Variante (MOSS 2007 Enterprise Edition) zur Verfügung.
Mit dem seit dem 12. Mai offiziellen SharePoint 2010 wird einiges anders. Mit der Bezeichnung Business Connectivity Services (BCS) bekommt der BDC nicht nur einen neuen Namen, sondern vor allem eine überarbeitete Architektur, die das Zurückschreiben von mutierten Informationen ins Quellsystem, Offline-Nutzung und Datenintegration in Office-2010-Clients wie Word oder Outlook zulassen wird. Mit Visual Studio 2010 und SharePoint Designer 2010 gibt es gleich zwei Werkzeuge, welche die Umsetzung von BCS-Lösungen erheblich vereinfachen. Last but not least steht der BDC-Nachfolger bereits in der "kleinsten" SharePoint-Variante, der SharePoint Foundation 2010 (SPF 2010) zur Verfügung, so dass einem Einsatz auf breiter Fläche nichts im Weg steht.
Abbildung 1: BCS-Architektur (Quelle: Microsoft)
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