von Marc André Zhou
Seit seiner offiziellen Freigabe erfreut sich das MVC
-Framework für ASP
.NET großer Beliebtheit. Microsoft-Entwicklungschef
Scott Guthrie berichtet in einem Blog, dass fast 1 Millionen Entwickler das erste Release des MVC-Frameworks heruntergeladen haben. Die Begeisterung über das Framework
ist nicht verwunderlich, da, anders als bei ASP.NET, in erster Linie die Wünsche der Entwicklergemeinde umgesetzt wurden. Bereits auf der Grundlage des ersten offiziellen Release wurden viele Anwendungen realisiert. Dabei wurden einige Lücken und fehlende Funktionalitäten offenbart, die dank des offenen und flexiblen Aufbaus des MVC-Frameworks von den Entwicklern oft selbst nachgebaut werden konnten. Da die Entwicklung des ASP.NET MVC-Framework auch durch die Community vorangetrieben wird, enthält das aktuelle Release 2 viele der im ersten Release fehlenden Funktionen. Darüber hinaus wurde die Integration in Visual Studio verbessert.
Verbesserte Datenvalidierung
Ein Mechanismus zum Validieren der Benutzereingabe gegen bestehende Geschäftsregeln ist in fast jeder Anwendungen zu finden. Auch ASP.NET bietet mit den Validator-Steuerelementen eingebaute Mechanismus, um Daten gegen Regeln zu prüfen. Da diese Regeln werden im Allgemeinen direkt beim Steuerelement eingestellt werden, müssen diese Einstellungen unter Umständen sooft wiederholt werden wie ein Validierungssteuerelement auf verschiedenen Seiten eingesetzt wird. Das ASP.NET MVC-Framework bietet einen erweiterten Validierungs-Mechanismus, der auf sog. DataAnnotations basiert. Hier werden die (Geschäfts-) Regeln dem Datenmodell , also dem Geschäftsobjekt, hinzugefügt. Per Data Annotations hinterlegte Regeln werden automatisch ausgewertet und bei Regelverstoß wird eine definierte Fehlermeldung ausgegeben. Die hinterlegten Regeln werden immer serverseitig geprüft, optional kann auch vorab eine clientseitige Prüfung aktiviert werden. Listing 1 zeigt wie die
DataAnnotation-Attribute verwendet werden, um Prüfungsregeln innerhalb einer Geschäftsklasse zu definieren. Reicht der eingebaute Mechanismus zum Prüfen der Daten nicht aus, ist das MVC-Framework auch an dieser Stelle erweiterbar. Entweder kann der Entwickler eine eigene Validation-Engine realisieren oder bestehende Frameworks wie
Castle oder die
EntLib Validation Bibliothek verwenden.
Abbildung 1: IntelliSense in Visual Studio dank Typisierung
| Seite 1 von 4 | Nächste Seite » |

