29.04.2010, 10:07 Uhr

Storm-Worm feiert Comeback

Die Storm-Malware ist offenbar zurückgekehrt, melden Security-Experten.
Der Storm-Wurm meldet sich scheinbar zurück. Wie Forscher von CA und dem Honeynet-Projekt melden, ist kürzlich eine neue Variante der Malware aufgetaucht. Diese nutzt einmal infizierte Systeme, um darüber Spam zu verschicken. Dazu lädt der Schädling verschiedene Spam-Templates herunter, die er anschliessend für den Aufbau der unerwünschten Werbe-Mails nutzt. Um die Links zu verbergen, verwendet die neue Storm-Worm-Variante URL-Verkürzer wie beispielsweise bit.ly.
Storm war vor allem im Jahr 2007 eine der führenden Malware-Familien. Die Entwickler setzten erstmals auf Peer-to-Peer-Verbindungen, um das Botnet ohne zentrale Kommando-Server zu steuern. Ebenfalls neu: Das Botnet verfügt über einen Verteidigungsmechanismus. Erkennt die Malware, dass Anti-Viren-Firmen die Daten aus dem Netz herunterladen, startet das Botnet eine DDoS-Attacke gegen die IP.

Im vergangenen Jahr verschwand Storm nahezu komplett und wurde durch andere Schädlingsfamilien ersetzt. In der neuen Version haben die Malware-Entwickler scheinbar die P2P-Funktionen komplett über Bord geworfen. Die aktuelle Version des Bots setzt auf HTTP, um Anweisungen und Daten zu übertragen. Die Denial-of-Service-Funktion scheint dagegen immer noch im Code enthalten zu sein, melden die Analysten von Honeynet.



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