T-Systems bewegt sich weltweit weg vom reinen Ländermodell und setzt auf einen globalen Lösungsansatz, bei dem etwa 80 Prozent der Services global definiert und geliefert werden. Bei seinem Amtsantritt hätte vor allem dieser Umbau für eine gewisse Unsicherheit gesorgt, so Klatt. Internationale Grosskunden würden aber vor allem diesen länderübergreifenden Ansatz begrüssen und fordern. T-Systems will sich vor allem auf seine Stärken konzentrieren, hierzulande profitabel wachsen und ein gewichtiges Wort im eidgenössischen Markt mitreden. So wolle man unter die Top drei der Schweizer Anbieter kommen. Dabei konzentriert sich der ICT-Dienstleister unter anderem auf integrierte Kommunikationsdienste (IT und Telekom). Des Weiteren ist man auf multinationale Unternehmen mit Schweizer Hauptsitz fokusiert.
T-Systems wolle aber auch mittelgrosse Schweizer Kunden bedienen. Diese müssten allerdings eine gewisse Grösse aufweisen, erklärt Klatt. Er spricht in diesem Zusammenhang von «einigen hundert Arbeitsplätzen». Im Schweizer IT-Services-Markt sind für T-Systems insbesondere jene Branchen interessant, in denen die Marktforscher von PAC Wachstumspotenziale orten. Dazu gehören etwa Manufacturing sowie der Public- und Transport-Bereich. Wie Klatt erläutert, sei auch anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen etwa im SAP-Bereich nicht ausgeschlossen. Welche Unternehmen man konkret übernehmen will, liess er jedoch offen. Für den Outsourcing-Markt erwartet Klatt, dass die «Big Deals» immer weniger werden. Der Trend gehe hin zu Multi-Sourcing bzw. einem selektiven Outsourcing, bei dem Firmen auf mehrere Anbieter setzen. Daneben sieht es T-Systems als Markttrend, dass applikationsbezogene Dienstleistungen bedeutender werden und sich das «IT as a Service»-Modell weiter durchsetzen wird.

