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SAP TechEd: Den Wandel meistern

27.10.2009 | 16:28 Uhr

SAP-Vorstandsmitglied Jim Hagemann Snabe skizziert den Weg der Walldorfer und ihrer Kunden in die Zukunft. Enterprise-2.0-Applikationen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Marge Breya und Jim Hagemann Snabe von SAP auf der Q&A-Session
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Marge Breya und Jim Hagemann Snabe von SAP auf der Q&A-Session

Effizient, Innovation und clevere Mitarbeiter sind nach SAP-Vorstand Jim Hagemann Snabe die drei Hauptcharakteristika erfolgreicher Unternehmen. Effizienz meint dabei Standardisierung und Kostenreduktion, Innovation betrifft vor allem renovierungsbedürftige Teile von Geschäftsprozessen, eine Art gezielte Teilreperatur und Anpassung. Um diese unternehmerischen Ziele zu erreichen, sei allerdings ein anderes Software-Architekturmodell als bisher notwendig. Die Auslieferung neuer Releases in unregelmässigen Zeitabständen könne mit der Zukunft nicht mehr Schritt halten, meinte Hagemann Snabe auf seiner Eröffnungskeynote auf der SAP-Technikmesse in Wien.

Zukunft: Business Suite 7

Der Prototyp des neuen Software-Auslieferungsmodells soll, wen wunderts, SAPs Business Suite 7 sein. Über Erweiterungspakete geben SAP-Kunden die Funktionalitäten frei, die sie in ihrem Unternehmen benötigen. Ein Release-Wechsel ist dafür nicht nötig. Nun hat SAP das Update nicht erfunden, die Walldorfer präsentieren in Wien sich und ihre Produktpalette in leuchtenden Farben. Interessant wurde es eher in den Hinterzimmern am Rande der grossen Keynotes und Events.

Oracle Middleware bremst Performance

SAP setze auf die Konsistenz und Top-Performance seiner Produkte, betonte Hagemann Snabe auf der Q&A-Session für Journalisten und Analysten. Ein dazwischen geschaltetes Middleware-Layer, wie es einige Konkurrenzanbieter bevorzugen, drücke nur auf die Geschwindigkeit. Der SAP-Vorstand nahm damit unter anderem den Hauptkonkurrenten Oracle unter Beschuss. Oracle stellte im Sommer dieses Jahres seine Fusion Middleware 11g und seine noch unvollständig integrierte Middleware Applications vor. Der Datenbankprimus unterstreicht vor allem die Offenheit seines Software-Portfilios gegenüber Fremdprodukten, wofür unter anderem Oracles Application Integration Architecture (AIA) sorgt. SAP dagegen gibt sich gegenüber Produkten von Drittanbietern - zumindest was die Kernlösungen betrifft - wesentlich zugeknöpfter, verkauft diese Strategie aber recht geschickt.

Geschäftsprozesse in Teamarbeit

Spannend wurde es auf der Enterprise-2.0-Sessions der Walldorfer. Den Zukunftstrend sieht SAP, analog zu Googles Wave, in der kollaborativen Modellierung von Geschäftsprozessen. Experten unterschiedlicher Teams diskutieren und gestalten gemeinsam neue oder renovierungsbedürftige, bereits bestehende Geschäftsprozesse und bündeln dadurch ihr Know-how. Möglich macht das ein neues Produkt aus den SAP Laboratorien: der grafische Modelizer SAP Gravity. Nach dem Ende der Modellierung im Team wird der Geschäftsprozess in BPMLLexikon-2.0-XML-Code übersetzt, der auf der SAP-Plattform Netweaver ausführbar sein soll.

Soziale Netzwerke analysieren

Für Aufsehen sorgte auch eine Beta des Social Network Analyzer, der für die unternehmensinterne Analyze sozialer Netzwerke gedacht ist und zum Beispiel die Bildung von Teams erleichtern könnte. Der Analyzer nimmt die Beziehungen der Netzwerk-Mitglieder unter die Lupe. Wann allerdings der Prozess-Modelizer gravity und der Social Network Analyzer ihren Kinderschuhen entwachsen sein werden und als fertige Produkte auf den Markt kommen, wollte SAP noch nicht verraten.



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