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Schweizer IT-Freelancer stecken zurück

13.08.2009 | 12:00 Uhr

Im deutschsprachigen Raum fordern und bekommen die Schweizer IT-Freiberufler die höchsten Stundensätze. In der Krise sind sie aber zu Abstrichen bereit.

Geforderter Stundensatz der Schweizer IT-Freelancer nach Position
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Geforderter Stundensatz der Schweizer IT-Freelancer nach Position

Die Stundensatzforderungen externer IT-Spezialisten in der Schweiz liegen laut der Personalagentur Gulp satte 23 Franken über dem Mittel im deutschsprachigen Raum: Während alle in der Projektdatenbank von Gulp eingetragenen IT-Freelancer im Schnitt 107 Franken pro Stunde verlangen, schreiben die Schweizer ihre Leistungen für 130 Franken aus. Jedoch spüren auch die IT-Experten hierzulande den Preisdruck, wie eine Analyse von Gulp ergab.

Mehr Berufserfahrung
Tendenziell haben die Schweizer IT-Freelancer etwas mehr Berufserfahrung als der Durchschnitt. Nur 3,3 von ihnen haben blicken auf weniger als zehn Jahre Berufstätigkeit zurück – im Gegensatz zu 7,3 Prozent aller Freiberufler. Zehn bis vierzehn Jahre Erfahrung besitzt die relative Mehrheit der deutschsprachigen IT-Experten (25%), aber nur 20 Prozent der Schweizer. Gleichzeitig fordern Freelancer mit mehr Berufserfahrung höhere Preise. Selbstständige mit unter zehn Jahren Berufserfahrung verlangen im Schnitt 86 Franken, Spezialisten ab zehn Jahren 109 Franken – ein Viertel mehr.

Fast die Hälfte (46,7%) der Schweizer Selbstständigen wohnt in den Regionen Zürich und Thurgau. «Nicht überall in der Schweiz, nicht in jedem Auftrag und nicht zu jeder Zeit lassen sich hohe Honorare auch durchsetzen», kommentiert Florian Lauber, Geschäftsführer von Gulp Schweiz.

Zu Abstrichen bereit
Dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Schweizer Selbständigen zurückstecken, liest Gulp an der Zahl der monatlichen Profilaktualisierungen ab: Im Juni haben 30-mal so viele Schweizer ihr Profil aktualisiert wie im Vormonat.

Nur 29 Prozent derjenigen, die im Juni ihr Profil geändert haben, hatten danach noch einen Stundensatz von über 136 Franken im Profil stehen – im Februar waren es noch 46 Prozent. «Einer der Gründe für diese Veränderungen ist die momentan angespannte Wirtschaftslage, die auch vor der Schweiz nicht Halt macht», resümiert Lauber. «Auch für Schweizer IT-Freelancer ist die Akquise von Aufträgen derzeit die grösste Herausforderung.»

Link zu diesem Artikel:
Gulp


 

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