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Horror-Erlebnis: Gescheiterte IT-Projekte

06.03.2009 | 13:49 Uhr

In der IT-Projektplanung steckt der Wurm drin. Selbst geschäftskritische IT-Projekte dauern viel länger als erwartet und verschlingen mehr Geld als geplant. Mit welchen Massnahmen lässt sich das ändern?

Alarmstufe rot: IT-Projekte dauern zu lange und kosten zu viel.
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Alarmstufe rot: IT-Projekte dauern zu lange und kosten zu viel.

Lediglich 16 Prozent aller geschäftskritischen IT-Projekte im vergangenen Jahr 2008 lagen im Zeitplan. Der ganze traurige Rest dauerte länger als geplant und strapazierte die Geduldsfäden aller daran beteiligten. Bei den IT-Budgets sieht es sogar noch übler aus: 85 Prozent aller kritischen IT-Projekte haben ihr Budget massiv überschritten. Eine erschreckende Bilanz, und auch im laufenden Jahr 2009 wird sich daran so gut wie gar nichts ändern, prognostizieren die Marktstrategen von Capgemini in ihrer aktuellen Studie "IT-Trends 2009". Capgemini befragte im November des vergangenen Jahres 130 Unternehmen in Deutschland (96), Österreich (21) und der Schweiz (13).

Hauptgründe für suboptimale IT-Projekte

IT-Projekte: Hauptgründe für Beinahe-Katastrophen
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IT-Projekte: Hauptgründe für Beinahe-Katastrophen

Woran liegt es eigentlich, dass die Mehrzahl aller Projekte so knapp an der Katastrophe vorbei schrammt? Der Hauptgrund liegt darin, dass zu viele Projekte gleichzeitig durchgeführt werden, glauben 63 Prozent der Umfrageteilnehmer. Diese Tendenz wird sich im laufenden Jahr 2009 sogar noch verstärken, denn die Wirtschaftskrise setzt die IT-Budgets weltweit unter Druck und zwingt zu Rationalisierungsmassnahmen. Dazu gehören auch Personalentlassungen, und die verbleibende Restbelegschaft muss dementsprechend mehr arbeiten. Zu knappe interne Ressourcen nennen denn auch 62 Prozent als Hauptschuldigen für die Beinahe-Katastrophen.

Zu Zeitverzögerungen und Budget-Überschreitungen kommt es aber auch, weil die fachliche Zielsetzung des IT-Projekts anfangs nicht klar genug definiert wurde. 46 Prozent der Befragten sind dieser Ansicht. Ein fehlendes Change Management und eine verbesserungswürdige Abstimmung zwischen der IT und den Fachabteilungen machen jeweils 42 Prozent verantwortlich, wenn es in IT-Projekten knirscht und knarzt.

IT muss Business Partner werden

Denn nach wie vor wird die IT nicht als gleichberechtigter Partner anerkannt, wenn es um die Erfüllung geschäftlicher Anforderungen geht. Zwar hat sich die Kommunikation zwischen Business und IT im letzten Jahr leicht verbessert. Einer der Gründe: Immer mehr IT-Abteilungen arbeiten inzwischen mit einem Service-Katalog, so dass Fachabteilungen verstehen, welche Leistungen sie zu welchen Preisen beziehen können.

Allerdings ist es mit einem Service-Katalog allein nicht getan. Um die Akzeptanz der Unternehmensführung zu gewinnen, sollten vielmehr Kosten, Qualität und Service Level so transparent wie möglich sein. Kennzahlen-Systeme (KPI) zur Nachverfolgung dieser Erfolgsparameter setzen jedoch nur knapp 40 Prozent der Befragten ein - Tendenz stagnierend. IT-Leiter tun also immer noch zu wenig, um als Business Partner auf Augenhöhe akzeptiert zu werden.



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