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DSAG-Umfrage: Firmen streichen SAP-Budgets zusammen

17.02.2009 | 12:16 Uhr

Unternehmen fahren im laufenden Jahr ihre SAP-Ausgaben zurück. Für die neue SAP Business Suite 7, die im Mai auf den Markt kommt, bedeutet das nichts Gutes. Denn über die Hälfte der SAP-Kunden fehlen noch die technischen Voraussetzungen.

Professor Karl Liebstückel, Vorstandsvorsitzender der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG)
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Professor Karl Liebstückel, Vorstandsvorsitzender der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG)

Die deutschsprachige SAP-Anwendergruppe, zu der SAP-Kunden in der Schweiz, Deutschland und Österreich gehören, führt einmal im Jahr eine sogenannte Investitionsumfrage durch. Das Ergebnis der aktuellen Erhebung vom Dezember 2008 bis Januar 2009, an der sich 313 Mitgliedsunternehmen beteiligt haben: Die befragten Firmen erwarten in diesem Jahr einen Rückgang der IT-Investitionen um rund sieben Prozent. Noch relativ gut kommen Produkte im SAP-Umfeld - also Software, Hardware und Dienstleistungen - weg, für die durchschnittlich etwa 30 Prozent der eingeplanten Investitionsvolumina vorgesehen sind. Trotzdem werden im laufenden Jahr auch SAP-Ausgaben um rund fünf Prozent zusammengestrichen.

Die geschäftsentscheidende Frage für den ERPLexikon-Konzern aus Walldorf aber rankt sich um SAP ERPLexikon 6.0. Dieser Release-Stand plus Enhancement Package 4 ist die technische Grundvoraussetzung für die neue SAP Business Suite 7, die im Mai dieses Jahres auf den Markt kommen soll. 47 Prozent der Mitgliedsunternehmen, so das Ergebnis der aktuellen DSAG-Umfrage, setzen bereits SAP ERP 6.0 als Unternehmenssoftware ein. Im Vorjahr waren es erst 37 Prozent.

SAP-Kunden: 53 Prozent nicht reif für Business Suite 7

Erwartet hatte man aber eine wesentlich rasantere Steigerung der Adaption von ERP 6.0. Im Umkehrschluss heisst das: 53 Prozent, also über die Hälfte der DSAG-Mitglieder, sind technisch gar nicht in der Lage, die neue Business Suite 7 zu installieren. Dabei ist "die Adaptionsrate unter den DSAG-Mitgliedern auf SAP ERP 6.0 im Vergleich zu Nicht-Mitgliedern höher", betont Karl Liebstückel, Vorstandsvorsitzender der DSAG.

Die Chancen für SAPs neues Paradepferd dürften also, was den Gesamtmarkt angeht, noch etwas schlechter ausfallen. Zwar haben 14 Prozent der Umfrageteilnehmer in der Schweiz, Österreich und Deutschland angegeben, im Laufe des Jahres auf ERP 6.0 aufrüsten zu wollen. Im vergangenen Jahr hatten das aber über 40 Prozent der Unternehmen vorgehabt, und gemacht haben es bedeutend weniger.


 

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