Das Bundesverwaltungsgericht hat auf Antrag der Verwaltungskommission entschieden, seine Informatikdienstleistungen nicht mehr beim Bundesgericht (BG) zu beziehen. Die Informatik des BG basiert auf einer Kombination aus Open-Source-Software und gerichtsspezifischen Spezialprogrammen.
Die Open-Source-Applikationen wussten das BVG gemäss eigenen Angaben von Beginn weg nicht zu überzeugen. Insbesondere die Geschäftskontrolle, die Textverarbeitung und andere Programme seien im Vergleich zu handelsüblichen Produkten als ungenügend beurteilt worden. Eine Microsoft-Umgebung würde den Bedürfnissen des BVG besser Rechnung tragen, schreibt die Bundesstelle in einer Mitteilung.
Das Bundesgericht bedauert den Entscheid des BVG. Es akzeptiere ihn jedoch und wird seinen Informatikdienst weiterführen, aber entsprechend neu strukturieren. Ob das einen Stellenabbau zur Folge hat, wisse man derzeit noch nicht, sagte Sabina Motta, Adjunktin des Generalsekretärs des Bundesgerichts, gegenüber Computerworld. Es gehe jetzt darum, mit dem BVG das Gespräch zu suchen, um die Modalitäten abzuklären. Das Bundesgericht selbst beurteilt die Open-Source-Software als zweckmässig, wirtschaftlich und zukunftstauglich.
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