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Windows versus Linux

21.05.2008 | 15:48 Uhr

Warum das Ausbildungszentrum Zürcher Oberland Windows Vista den Laufpass gegeben und auf Ubuntu umgesattelt hat.

(sa)

Eigentlich hätte es nur ein Experiment sein sollen. Aufgrund der vielen Vorteile, blieb man jedoch bei Linux-Ubuntu – zumindest im Schulungsalltag:

Das Ausbildungszentrum Zürcher Oberland (azo) plante, seine Lern-PCs von Windows XP auf Vista aufzurüsten. Nachdem sich Vista aufgrund lahmen Tempos nicht als würdig erwies, nahm das azo jedoch Abschied von diesem Gedanken. Auch die Kosten spielten eine Rolle. Neben Lizenzgebühren wäre nämlich auch noch eine Summe für mehr Ram-Speicher fällig geworden. Für die zehn Informatik-Lehrlinge im ersten Ausbildungsjahr kam das Projekt «Linux» gerade recht. Ziel war es, Office, Webpublishing und Softwareentwicklung (Desktop-Anwendungen) umzustellen.

Die richtige Distribution war dank distrowatch.com schnell gefunden. Die Kriterien «möglichst weit verbreitet» und eine «gute Dokumentation auf Deutsch» fanden sich bei Ubuntu-Version 7.10 und SuSE 10.3. Das Rennen machte die erstgenannte Distribution mit der GnomeLexikon-Oberfläche, da eine Installation auf allen PCs gewährleistet war.

Installation & Peripheriegeräte

Die PCs HP d330m (Intel P4, 2.8 MHz) liessen sich problemlos umrüsten. Sogar ein achtjähriges HP Omnibook XE3 akzeptierte Linux. Bei grafischen Spielereien wie Compiz Fusion höre der Spass allerdings auf. Reibungslos funktioniere auch der Zugriff auf das gemeinsame Netzwerk der Rechner sowie die Akzeptanz diverser Peripheriegeräte (USB-Sticks, Netzwerkdrucker, Webcam). Manche Geräte jedoch unterstützen Linux nicht (beispielsweise Logitechs Quickcam Pro).

Software

Als Bürosuite kam OpenOffice zum Zug. Abgesehen von MS-Access-Datenbanken (bei Linux: OpenOffice Base) lassen sich MS-Office-Dokumente einfach übertragen. Weiters kamen zum Einsatz: MS-Office, Sprint Layout und Splan von Abacom unter Crossover (auf Wine basierend), Banana-Buchhaltung, Grafiktool «The Gimp».

Vor- & Nachteile

«Ubuntu-Linux ist stabil und verursacht keine Unterhaltskosten. Allenfalls muss für das Umschreiben von Office-Programmen (Makros) in die Tasche gegriffen werden», fasst Ausbildungsleiter Terence Gronowski nach einem halben Jahr Testphase an 15 PCs zusammen. Privatanwender, die gerne gamen, müssen jedoch mit reduzierter Leistung rechnen, da Spiele unter Wine und Crossover laufen. Ein Grund warum die Auszubildenden privat dann wohl doch lieber bei Windows bleiben. Ein Nachteil sei zudem, dass ein Verantwortlicher für zukünftige Updates fehlt.



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