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Computerworld 05/2010
News

Phisher richten Schaden in Milliardenhöhe an

19.12.2007 | 09:07 Uhr

Laut der Marktforscherin Gartner ist die Zahl durch Online-Diebstahl geschädigter US-Bürger im Vorjahresvergleich um 57 Prozent gestiegen. Rund 3,5 Millionen Amerikaner haben seit August 2006 Geld durch Phishing-Attacken verloren.


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idg

Selbst mit dem Grundprinzip des Phishings vertraute Anwender sind gemäss Gartner-Analystin Avivah Litan nicht vor den aktuellen Betrugsmaschen gefeit. PhishingLexikon werde immer heimtückischer. Die Datendiebe greifen laut Litan mittlerweile nicht nur Informationen von Social-Networking-Sites ab oder verschicken betrügerische E-Mails. Auch Attacken mittels getürkter Grusskarten oder Spendenaufrufe häufen sich inzwischen dramatisch. Die sich ständig wandelten Angriffstechniken der Phisher erschweren es Anwender erheblich, Legitimes von Gefälschtem zu unterscheiden. Mittlerweile werde Malware via E-Mail, Online-Werbung oder über gekaperte Webseiten an den Anwender gebracht. Selbst wenn man keine Informationen eingebe, werde man infiziert, so die Analystin.

Laut der Gartner-Studie stellen Bank- und Debitkarteninformationen mittlerweile das primäre Ziel der Phisher dar. So gaben 47 Prozent der Geschädigten an, via Debit- oder Scheckkarte um ihr Geld gebracht worden zu sein. Bei lediglich 32 Prozent war es die Kreditkarte. Noch im vergangenen Jahr lieferten sich Debit- und Kreditkarten ein diesbezügliches Kopf-an-Kopf-Rennen. "Die Kriminellen verlegen sich verstärkt auf Angriffe über Debitkarten- beziehungsweise Bankkonten, weil die dahinter liegenden Sicherheitssysteme dort traditionell schwächer sind als bei Kreditkartenkonten", so Litan. Gartner-Schätzungen zufolge belaufen sich die Phishing-Schäden im Untersuchungszeitraum auf 3,2 Milliarden Dollar (2006: 2,8 Milliarden Dollar).

Doch auch positive Entwicklungen hat der Gartner-Report zu Tage gefördert. Demnach ist der durchschnittliche Schaden pro Phishing-Vorfall im laufenden Jahr von 1244 (2006) auf 886 Dollar um 29 Prozent gesunken. Litan führt dies nicht zuletzt auf bessere Kontrollmechanismen der Banken und Kreditkarteninstitute zurück.


 

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