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Gmail wird zur Web-Festplatte

10.01.2007 | 10:43 Uhr

Mit entsprechenden Zusatz-Tools lässt sich Googles kostenloser E-Mail-Dienst Gmail zur Online-Festplatte umrüsten.

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Mit ihrem kostenlosen E-Mail-Dienst Gmail verleiht die Suchmaschinenenkönigin Google ihren Nutzern auch die grosszügig bemessene Speicherkapazität von 2,7 GByte. Dieser Platz ist eigentlich viel zu schade, um mit E-Mails zugemüllt oder, was wahrscheinlicher ist, gar ungenutzt zu bleiben. Mit diversen Zusatz-Tools mutiert Googles Mail-Speicher zu einer praktischen Online-Festplatte. Beispielsweise mit Gspace. Dabei handelt es sich um ein Plugin für den Firefox-Browser, das sich im Prinzip wie ein FTPLexikon-Client verhält und Dateien beliebig von der realen auf die Internet-Festplatte und retour schaufelt. Die Files landen dann als E-Mail mit Anhang in der Gmail-Inbox.

Zum Webspeicher wird Googles Mail-Dienst auch mit dem Windows-Tool Gmail Drive, das Gmail als virtuelles Laufwerk im Windows-Explorer aufscheinen lässt. Der Entwickler des Plugins, der Däne Bjarke Viksoe, will aber festgehalten haben, dass Gmail Drive erst experimentellen Charakter besitzt. Und so muss der Benutzer kleinere Einschränkungen hinnehmen. Etwa jene, dass Datei- und Verzeichnisnamen nicht länger als 63 Zeichen sein dürften oder dass im Kontextmenü zu Dateien, die im Gmail Drive lagern nur Basisfunktionen zur Verfügung stehen.

Inzwischen verschenken auch andere Anbieter Online-Speicher. Die meisten von ihnen setzen auf werbefinanzierte Angebote oder hoffen, dass bei den Benutzern der Appetit mit dem Essen kommt und dass sie diese auf kostenpflichtige Produkte locken können. So gibts etwa bei AOLs Xdrive derzeit fünf GByte und bei Boxnet ein GByte kostenlos. Bei der in Jona beheimateten Softronics gibts auf Mydrive.ch ebenfalls ein GByte gratis – und zwar ganz ohne kommerzielle Absichten und Werbung.

Für all diese Angebote gilt freilich, dass sie sich nicht für sensible und einmalige Daten eignen. Beim Auslagern von Fotos, Musikdateien oder den Austausch von Files leisten sie aber allemal gute Dienste.

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