Management

Gehalt: treffsicher argumentieren

22.05.2009 | 13:13 Uhr

Das wirtschaftlich schwierige Umfeld lässt kaum Spielraum für Gehaltsverhandlungen. Mit gutem Augenmass und den richtigen Argumenten gehen Sie trotzdem als Sieger vom Platz.

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Schweizer Angestellten wird immer wieder ein gesundes Selbstbewusstsein bescheinigt – insbesondere auch im Bezug auf ihr Gehalt. Das beweisen die jüngsten Umfragen des Stellenportals Monster: Vier von zehn Unternehmensmitarbeiter rechnen sich danach Chancen auf eine Gehaltsaufbesserung aus.

Mit dieser Quote sind die Schweizer als ausgewiesene Optimisten einzustufen, denn weltweit rechnet nur jeder Dritte mit mehr Geld. «Dass Schweizer Angestellte im internationalen Vergleich verhältnismässig weniger Einbussen in Kauf nehmen müssen oder gar von vertraglichen Erhöhungen profitieren, zeugt von einer relativ stabilen Gesamtsituation und einer funktionierenden Sozialpartnerschaft», meint Falk von Westarp, Schweiz-Chef des Jobportals Monster.

Signale aus dem IT-Markt

Die Mitarbeiter der IT-Abteilung haben tatsächlich guten Grund, auch 2009 auf eine Gehaltserhöhung zu spekulieren. Die Krise beeinflusst ihre Chancen kaum, weiss Paul Brodmann, Geschäftsführer der IT-Personalberatung CBA und Leiter der SwissICT-Arbeitsgruppe Salärumfrage. «Das Durchschnittsgehalt in der Informatik steigt seit vielen Jahren kontinuierlich an, auch wenn die Teuerung berücksichtigt wird. Wirtschaftlich schwierige Situationen führen in einzelnen Jahren zu einer Stagnation, aber kaum zu einem Rückgang», bilanziert Brodmann die Salärentwicklung von 1996 bis 2008. Selbst nach dem Platzen der Internetblase stiegen die IT-Gehälter.

Branchenriese IBM will sich am Markt orientieren: «Wir vergleichen unsere Salärpläne regelmässig mit denen anderer Unternehmen, um eine marktgerechte Entlöhnung sicherzustellen. Mitarbeiter, die einen besonderen Beitrag zu unserem Erfolg leisten, werden im oberen Segment der Lohnskala eingestuft», meint Unternehmenssprecherin Susan Orozco. Ins gleiche Horn bläst auch Stephan Schneider, Managing Director von vcare Infosystems: «Unsere Löhne werden aktiv den Aufgaben, der Ausbildung und den Verantwortungsbereichen angepasst. Das bedeutet, dass der Schnittwert tendenziell steigt.»

Die gegenläufige Entwicklung beobachtet Hansruedi Vonder Mühll aus der Geschäftsleitung des IT-Dienstleisters Netcetera. «Bei Studienabgängern wurden die Einstiegslöhne bis zur Krise aufgrund des Fachkräftemangels und der Ansprüche der Kandidaten seit 2006 um ca. zehn Prozent angehoben. Hält die Krise weiter an, werden die Einstiegslöhne wohl wieder sinken», sagt Vonder Mühll voraus. Auch die Schweizer Niederlassung des Computerweltmarktführers HP spürt die sich abschwächende Konjunktur. «Das Durchschnittsgehalt bei HP ist momentan tendenziell sinkend. Das ist Ausdruck der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise», konstatiert Unternehmenssprecher Beat Welte.

Gehaltsgespräche richtig planen

Spezialisten werden dagegen weiterhin gesucht und mit allen Mitteln gehalten. Insofern gilt es auch in Krisenzeiten, beim Gehalt nicht zurückzustecken. Wer gut vorbereitet ist und clever argumentiert, kann durchaus Erfolg haben – und am Monatsende ein grösseres Plus auf seinem Konto. Diese Tipps helfen dabei.

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