Oft entscheiden nur wenige Sekunden über Erfolg oder Misserfolg eines Polizeieinsatzes. Deshalb hat die Kantonspolizei Aargau ihre Fahrzeuge mit einem Navigations- und Kommunikationssystem ausgerüstet, das die Polizeibeamten bei ihrer Arbeit optimal unterstützt und für eine effiziente Koordination der Einsätze sorgt. Unter anderem übermittelt das System permanent die GPS-Positionsdaten und den jeweiligen Verfügbarkeitsstatus eines Wagens an die Einsatzzentrale. Zudem ermöglicht es Datenbankabfragen und den Empfang digitaler Nachrichten und Aufträge. Aus diesen wiederum können die Zielkoordinaten automatisch dem Navigationssystem übergeben werden.
Den Grundstein für das System legte die Kantonspolizei Aargau bereits vor fünf Jahren. Damals führte sie als eine der ersten Organisationen «Polycom», das nationale Funksystem der Behörden für Rettung und Sicherheit, ein. Polycom ermöglicht eine abhörsichere, drahtlose Kommunikation zwischen Grenzwacht, Polizei, Feuerwehr, sanitätsdienstliches Rettungswesen, Zivilschutz und unterstützenden Verbänden der Armee sowie innerhalb jeder einzelnen dieser Organisationen.
Nach der Einführung von Polycom kristallisierte sich bei der Kapo Aargau rasch das weitere Potenzial der Lösung heraus. Léon Borer, Kommandant der Kantonspolizei Aargau: «Wir kamen sehr schnell zum Schluss, dass das System mehr leisten kann, als abhörsichere und behördenübergreifende Funkverbindungen herzustellen. Deshalb haben wir uns überlegt, die Möglichkeiten von Polycom auch für den Datenfunk zu nutzen.» Damit war das Projekt NOA (Navigation, Ortung, Abfrage) geboren.
Zur Effizienz gezwungen
Einer der Hauptgründe für die Lancierung des Projekts war laut Borer steigender Kostendruck: Polizeiorganisationen müssen höchstmögliche Sicherheit zu konstanten Kosten garantieren. Das zwingt die Kantonspolizei, ihre personellen Ressourcen noch effizienter einzusetzen. So müssen etwa Einsatzkräfte auch ausserhalb des ihnen vertrauten Gebiets operieren können. Borer beschreibt das Problem dabei: «Auch für langjährige Mitarbeitende ist es nicht möglich, den Kanton Aargau so detailliert zu kennen, wie unsere Kollegen der Stadtpolizei ihre Stadt kennen.» Deshalb müssen sie sich auf eine optimale Navigationsunterstützung verlassen können.
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